EU nimmt Apple, Google und Meta im Rahmen des DMA in die Zange

Bereits in den kommenden Sommermonaten will die Europäische Kommission mehrere große Untersuchungen gegen Top-Techfirmen aus den USA beenden – mit möglicherweise gewaltigen Geldbußen in der Hinterhand.

heute 16:57 Uhr | 4 mal gelesen

Im Fokus stehen Branchenriesen wie Apple, Google und Meta, gegen die derzeit Verfahren laufen, weil sie den Regeln des Digital Markets Act (DMA) möglicherweise zuwiderhandeln. Nach Informationen des 'Handelsblatts' könnten Strafen in Millionenhöhe, vereinzelt sogar bis zu zehn Prozent ihres globalen Jahresumsatzes fällig werden. Die Kernfragen: Schotten die Konzerne ihre Märkte ab? Lassen sie andere Dienste zu? Immer wieder stehen Interoperabilität, offene App-Stores und die Problematik der Selbstbevorzugung zur Debatte. Während also noch geprüft wird, wie fair oder unfaires Verhalten der Großen tatsächlich ist, ließ die Kommission bereits wissen, dass sie nach diesen Fällen den Blick verstärkt auf Cloudanbieter und den KI-Sektor richten will. Übrigens – zu laufenden Ermittlungen schweigt sich Brüssel standesgemäß weiterhin aus. Wirtschaftskrimi in Zeitlupe – und alle schauen zu.

Die EU-Kommission fasst gegenwärtig US-Internetriesen ins Visier – mit schwerwiegenden Konsequenzen, falls nachweislich gegen den DMA verstoßen wurde. Insbesondere der Schutz kleinerer Anbieter durch mehr Interoperabilität und die Öffnung digitaler Marktplätze stehen im Mittelpunkt. Interessant dabei ist, dass mittlerweile nicht nur Apple, Google und Meta im Fokus stehen, sondern erste Untersuchungen auch die Cloud-Branchenführer Amazon Web Services und Microsoft Azure betreffen. Nach neuesten Medienberichten hat das Vorgehen der Kommission auf internationaler Bühne für Aufsehen gesorgt, denn die milliardenschweren Strafen wären ein Novum mit Signalwirkung – und Könnten tiefgreifende Änderungen im digitalen Alltag bedeuten (vgl. SZ, DW, t3n). Zusätzlich gibt es Bedenken im Hinblick auf die technische Durchsetzbarkeit der Vorgaben und die Gefahr, dass die Anbieter Umgehungswege suchen könnten. Die Entwicklung bleibt spannend, vor allem, da zeitgleich weitere Regulierungsvorhaben im Bereich KI bereits in den Startlöchern stehen.

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