In den USA kursieren Berichte, dass die Fifa einen richtig großen Wurf plant. Eine neue Gesellschaft, mit – zugegeben, schmissigem Namen – „Fifa Forward Enterprise“ soll her. Über diese Firma will der Weltfußballverband sämtliche Medienrechte, Übertragungen und Werbedeals bündeln und offenbar sogar Privatanleger ins Boot holen. Allerdings: Es geht vorerst nur um eine Minderheitsbeteiligung. Die Ziele sind dabei ziemlich sportlich – bis zu vier Milliarden US-Dollar sollen Investoren locker machen, während die Gesamtbewertung satte 20 Milliarden Dollar betragen könnte. Sogar der ein oder andere US-Investmentriese wird als Geldgeber gehandelt. Pikant: Die Investoren würden laut Plänen keine jährlichen Gewinnausschüttungen bekommen, sondern müssten auf Wertsteigerungen spekulieren und könnten nur durch einen späteren Verkauf ihrer Anteile profitieren. Dass die Fifa auf fremdes Geld setzt, wäre ein Novum – bisher hielt der Verband seine Geschäfte lieber unter Kontrolle. Der Druck kommt wohl auch von der konstant hohen Nachfrage nach internationalen Sportübertragungsrechten und der Aussicht auf riesige Summen. Apropos: Haupt-Geldregen bringt aktuell natürlich weiterhin die Fußball-WM. Wo das viele neue Geld hinfließen soll? Einiges dürfte über das bestehende Förderprogramm „Fifa Forward“ an die nationalen Fußballverbände gehen – zumindest heißt es das hinter den Kulissen. Eine klare Ansage aus Fifa-Kreisen dazu fehlt bislang.
Die Fifa will offenbar mit ihrer geplanten Tochtergesellschaft „Fifa Forward Enterprise“ neue Einnahmequellen erschließen, indem ein Minderheitsanteil an externe Investoren verkauft wird. Ziel ist es, rund vier Milliarden US-Dollar zu akquirieren, wobei keine laufenden Dividenden gezahlt, sondern mit langfristigen Wertsteigerungen gelockt wird. Fraglich bleibt, wie die Mitgliedsverbände und Fußballfans weltweit auf diese Teilöffnung reagieren, zumal trotz hoher Einnahmen aus der WM und Sponsoring bisherige Fifa-Entscheidungen rund um Kommerzialisierung und Transparenz stark umstritten sind. Laut FAZ steigen die Einnahmen des Weltverbands seit Jahren konstant, dennoch wächst der Druck, die Vermarktung zu professionalisieren und neue Erlösquellen zu erschließen. Viele Fans und Experten stehen solchen Kommerzialisierungsschritten äußerst kritisch gegenüber – besonders wegen der ohnehin schon enormen Summen und umstrittenen Deals rund um Sportgroßereignisse. Die entscheidende Frage bleibt, ob durch diese Einbindung privater Investoren für den Weltfußballverband mehr finanzielle Unabhängigkeit oder eher eine neue Abhängigkeit entsteht.