Filmfest München 2026: Drei große Preise gehen an ARTE-Koproduktionen

In Straßburg und München regnete es Auszeichnungen: Bei der 43. Ausgabe des Filmfest München setzten sich gleich drei ARTE-Produktionen durch – sowohl Kritiker als auch das Publikum zeigten sich beeindruckt.

heute 11:10 Uhr | 1 mal gelesen

Manchmal schreibt eben doch das Kino selbst die schönsten Drehbücher: Gleich dreimal wurde ARTE bei der diesjährigen 43. Ausgabe des Münchner Filmfests prämiert – ein seltener Moment, der hoffen lässt, dass Qualität und Neugier in der Filmszene noch belohnt werden. Die CineVision-Auszeichnung für das Beste Nachwuchsfilmdebüt ging an 'A GIRL UNKNOWN' von Jing Zou. Als besondere Randnotiz: Der Film erzählt mit stiller Wucht aus China und Frankreich, 125 Minuten lang, mit einer eigenen Drehbuchhandschrift. Dann der FIPRESCI-Preis – verliehen von der internationalen Vereinigung der Filmkritiker*innen, quasi ein Gütesiegel für cineastische Substanz – ging an Tom Schreibers 'SCHÖNE SEELEN'. Fast überrascht mich, wie oft dieser Preis ein Gespür für ungewöhnliche Geschichten beweist; diesmal dreht sich alles um August Diehl und eine faszinierende Besetzung, die der deutschen Seele nachspürt. Und dann kam noch der Publikumspreis – wie ein Sommerregen, voller Hoffnung auf ein Kino, das berührt: 'LIEBLINGSMENSCHEN – DIE AUSSERGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT VON AGNES & AMIR' von Helena Hufnagel traf offensichtlich viele Herzen. Drehbuch von Malte Welding, ein Ensemble um Katharina Thalbach – man merkt direkt, dass hier feiner Humor und wahre Zuneigung aufeinanderprallen. Drei Preise, drei Töne, ein kleines Fest für gutes Erzählen. Abgesehen davon – mehr Hintergrund zu den Preisen und dem Filmfest findet man, mit etwas Stöbern, auf der offiziellen Website. Oh, und es lohnt, die Namen der Drehbuchautor*innen zu googeln: spannende Geschichten hinter den Geschichten.

Bei der 43. Ausgabe des Filmfest München setzten sich drei ARTE-Koproduktionen deutlich durch und konnten die wichtigsten Preise für sich verbuchen: 'A GIRL UNKNOWN' von Jing Zou gewann den CineVision Award für das beste internationale Nachwuchsfilmdebüt. 'SCHÖNE SEELEN' von Tom Schreiber erhielt den renommierten Kritikerpreis FIPRESCI für besondere künstlerische Leistung, während der Publikumspreis an 'LIEBLINGSMENSCHEN – DIE AUSSERGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT VON AGNES & AMIR' von Helena Hufnagel ging. Das Festival ist dieses Jahr geprägt von einer starken internationalen Ausrichtung und neuen Themen wie Diversität und gesellschaftlicher Zusammenhalt – ein Trend, der sich übrigens laut den letzten Berichten der Süddeutschen Zeitung und FAZ widerspiegelt. Laut mehreren aktuellen Online-Livetickern war die diesjährige Publikumsbeteiligung überraschend hoch, auch im Hinblick auf die Diskussion um die Zukunft des Kinos im Streaming-Zeitalter. Viele Stimmen vor Ort heben hervor, dass besonders Nachwuchsfilme eine wichtige Plattform bekommen – und ARTE sich als Partner für ambitioniertes Kino erneut beweist.

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