Fußball-WM 2026: Kanada jubelt dank Last-Minute-Tor gegen Südafrika

In einer spannenden Partie schlägt Kanada Südafrika mit 1:0 – das entscheidende Tor fällt erst tief in der Nachspielzeit.

28.06.26 23:01 Uhr | 3 mal gelesen

So ein Fußballspiel ist manchmal wie ein Krimi, bei dem man zwischendurch schon die Hoffnung auf eine überraschende Pointe aufgibt. Kanada musste jedenfalls bis fast zum allerletzten Moment gegen Südafrika zittern – und jubelte dann doch. In der 92. Minute, als die meisten Zuschauer vermutlich längst mit einer Verlängerung gerechnet hatten, war es schließlich Stephen Eustaquio, der nach einem missglückten Klärungsversuch des Südafrikaners Okon das Leder just an der Strafraumkante unterbrachte. Der pure Wahnsinn für das kanadische Team: Zum ersten Mal überhaupt steht es im Achtelfinale einer Fußballweltmeisterschaft. Was man sonst noch über das Spiel sagen kann? Der Auftakt war eher gemächlich, Kanada kontrollierte das Tempo, aber irgendwie wollte der Durchbruch nicht gelingen – ein bisschen wie Kaugummi im Haar. Die Chancen häuften sich zwar für die Nordamerikaner, doch ob Jonathan David oder Cornelius, sie scheiterten an eigenen Nerven oder dem südafrikanischen Keeper. Auf der anderen Seite Südafrika: Zögerlich, manchmal fast zu kleinteilig, die ganz große Gefahr ging nie aus. Dafür wurde in Hälfte zwei der Rhythmus etwas wilder – mehr Biss, trotzdem meist Stückwerk. Erst als dann Alphonso Davies (frisch von der Bank!) mehr Dampf ins kanadische Offensivspiel brachte, sah es ein wenig mutiger aus. Irgendwie schien es das Spiel nicht zu wollen, bis es – zack – Eustaquio entschied. Und so tanzt Kanada jetzt mit breiter Brust in Richtung Achtelfinale – Gegner Niederlande oder Marokko wird frühestens morgen abend bekannt.

Kanadas dramatischer 1:0-Sieg gegen Südafrika markiert nicht nur den ersten Achtelfinaleinzug der Mannschaft in einer WM, sondern unterstreicht auch den wachsenden Stellenwert des Fußballs im Land, das bis vor kurzem eher für Eishockey-Schlachten und Ahornsirup bekannt war. Besonders bemerkenswert: Auch ohne ihr Offensiv-Trumpf Alphonso Davies in der Startelf konnte sich das Team behaupten. Blickt man auf die Entwicklung der kanadischen Nationalmannschaft in den letzten Jahren, ist dieser Triumph fast ein logischer Schritt – vor allem, weil der kanadische Verband verstärkt auf Nachwuchsförderung und Diversität setzt. In internationalen Medien wird zudem der strategische Wechsel von Trainer John Herdman hervorgehoben, der mit mutigen Aufstellungen und unkonventionellen Einwechslungen für frischen Wind sorgt. Die südafrikanische Auswahl, die trotz eines engagierten Auftritts erneut früh die Heimreise antreten muss, sieht sich hingegen wachsender Kritik an der eigenen Nachwuchsentwicklung ausgesetzt. Ein Fun Fact am Rande – die kanadische Fanbase wächst rapide: Laut offiziellen Angaben ist das Interesse an Fußballübertragungen in den letzten zwölf Monaten um 37 Prozent gestiegen. Ergänzende Recherche: Laut aktuellen Berichten sind viele kanadische Fans schon im Voraus nach Mexiko gereist, dem Co-Gastgeber der WM 2026, um die Mannschaft zu unterstützen. In den sozialen Netzwerken wird der Sieg als "neuer Meilenstein" gefeiert; ungewöhnlich viele Kinder melden sich inzwischen in Fußballvereinen an. Die Partie zwischen Niederlande und Marokko, der nächste kanadische Gegner, steht zeitgleich im Mittelpunkt internationaler Medienbegleitung.

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