Die Kooperation zwischen Deutschland und den Niederlanden in Sachen Polizeiarbeit will man deutlich vertiefen: Spezialeinsatzkräfte sollen künftig formell berechtigt werden, grenzübergreifend tätig zu werden. Das existierende Enschede-Abkommen von 2005, das gemeinsame Polizeiarbeit etwa bei Verkehrskontrollen oder Verfolgungen regelt, gilt angesichts moderner Kriminalitätsformen als überholt – deswegen wird ein überarbeiteter Staatsvertrag angestrebt, der auch neugeregelte Befugnisse, Bewaffnung und flexibleren Informationsaustausch vorsieht. In Medien und Politik wird die stärkere Abstimmung angesichts steigender Bedrohungen durch organisierte Kriminalität und Terror als notwendiger, aber auch als heikler (Stichwort Souveränität) Schritt bewertet. Nach ergänzender Online-Recherche: Die Diskussion um grenzüberschreitende Polizeieinsätze ist nicht neu, sie erlebt jedoch durch aktuelle Entwicklungen einen deutlichen Aufwind. Besonders der Drogenschmuggel im deutsch-niederländischen Grenzraum, aber auch die Bekämpfung von Clan-Kriminalität stehen derzeit im Fokus gemeinsamer Ermittlungen laut taz. Kritiker merken an, dass eine Ausweitung der Befugnisse auch Fragen des Datenschutzes und der Rechtsstaatlichkeit mit sich bringt, wie die FAZ berichtet. Parallel dazu wird betont, wie wichtig ein klar geregelter Nachrichtenaustausch zwischen den Polizeibehörden sei, um Missverständnisse und Kompetenzkonflikte zu minimieren (vgl. Berichte in der Süddeutschen Zeitung und bei Spiegel Online).
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