Hamburger Sparkasse: Arbeitnehmerliebling der Bankenbranche

Es ist schon fast ein kleines Ausrufezeichen in der Finanzwelt: Die Hamburger Sparkasse hat es beim aktuellen Ranking von kununu und ZEIT Verlagsgruppe zum beliebtesten Bankarbeitgeber Deutschlands geschafft. Mit einer Bewertung von 4,67 von 5 möglichen Punkten belegt sie den Spitzenplatz unter den Banken und landet branchenübergreifend auf Rang 8 – und das als einzige Bank unter den Top 15.

07.07.26 17:10 Uhr | 1 mal gelesen

Was eigentlich macht einen Arbeitgeber wirklich attraktiv? Für das aktuelle Ranking stand die Meinung der Mitarbeiter – sowohl gegenwärtige als auch ehemalige – im Mittelpunkt. Bewertet wurden Dinge wie die Atmosphäre im Büro, Aufstiegsmöglichkeiten und – das gehört eben auch dazu – das Gehalt. Interessant: Die Haspa spürt den Rückenwind auch auf dem Arbeitsmarkt. Zwischen 2023 und 2025 hat sie einen sprunghaften Anstieg bei den Bewerbern verzeichnet: Mehr als 150 Prozent mehr Azubis wollten anfangen, bei den normalen Stellen sind es sogar 350 Prozent plus. Das Ergebnis: Alle Ausbildungsplätze waren schon im März vergeben, 180 Neue starten im Sommer durch. Und das Lob kommt nicht von irgendwoher, wie ein Vorstandsmitglied betont: 'Diese Auszeichnung freut mich deshalb so, weil sie direkt aus dem Team kommt. Wir haben seit mehr als einem Jahrzehnt an unserer Unternehmenskultur gearbeitet – für die Menschen, intern wie extern.' Irgendwie menschlich, oder?

Die Hamburger Sparkasse beweist, dass Unternehmenskultur mehr ist als bloß ein Modewort: Laut einer aktuellen Auswertung zählt sie zu den Top-Arbeitgebern (nicht nur unter den Banken) und erhält auf Bewertungsportalen Bestnoten von Mitarbeitenden. Offenbar macht sich die jahrelange Arbeit an einer transparenteren, wertschätzenden Kultur bezahlt, wie an den Bewerberzahlen und der schnellen Vergabe der Ausbildungsplätze zu erkennen ist. Was auffällt: Wer im Finanzsektor Boden gutmachen will, kommt an gelebten Werten und echter Wertschätzung offensichtlich nicht mehr vorbei. Recherchen zeigen zudem, dass viele Banken derzeit vor der Herausforderung stehen, im Wettbewerb um Talente mit Themen wie Digitalisierung, flexiblem Arbeiten und Diversität zu punkten. In den letzten Tagen berichteten mehrere Nachrichtenportale darüber, dass gerade genossenschaftliche und regionale Banken wie die Haspa mit familiärem Arbeitsklima und Entwicklungsmöglichkeiten punkten (ZEIT Online, 07.06.2024; FAZ.NET, 06.06.2024). Zudem wird der Arbeitsmarkt für Banken durch den Personalmangel und neue regulatorische Anforderungen als zunehmend umkämpft beschrieben, was moderne Personalpolitik in den Mittelpunkt rückt (Handelsblatt, 07.06.2024). Der Trend geht also eindeutig Richtung mehr Menschlichkeit im Bankenwesen, was sich unmittelbar auf Image und Bewerberzahlen auswirkt.

Schlagwort aus diesem Artikel