Handwerkspräsident mahnt vor Abdriften zum Populismus im Handwerk

Angesichts der derzeit hohen Umfragewerte für die AfD spricht Handwerkspräsident Jörg Dittrich eine eindringliche Warnung an die Branche aus: Man solle nicht den einfachen, lauten Parolen nachlaufen, sondern gemeinsam über die echten Zukunftsfragen debattieren.

05.07.26 14:31 Uhr | 5 mal gelesen

„Klar, manchmal klingt das verlockend: Eins, zwei, drei – 'so wird alles besser', doch die Realität ist widerspenstig“, so Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), im Gespräch mit der 'Bild'. Er wünsche sich, dass Handwerker und insbesondere die Meister die Zukunft mit Augenmaß und nicht mit Schnellschuss-Entscheidungen mitgestalten. "Statt bloßer Schwarz-Weiß-Malerei ist der offene Streit in der Demokratie gefragt!" Dittrich appelliert an alle Branchenkollegen, sich parteipolitisch zu engagieren und beim demokratischen Miteinander mitzuwirken, statt sich von Lockrufen einfacher Lösungen verleiten zu lassen. Er betont: „Deutschlands Stärke entstand durch Innovation, Vielfalt und Neugier auf die Welt – das sollten wir nicht aus dem Blick verlieren.“ Insbesondere die Sehnsucht nach scheinbarer Sicherheit bereitet Dittrich Sorge, weil sie den Boden für Populismus bereitet. Die Herausforderungen der Zeit, so seine Überzeugung, seien nun einmal kompliziert, und einfache Antworten führten oft in die Irre.

Jörg Dittrich warnt vor dem wachsenden Zulauf zu populistischen Parteien, der sich auch im Handwerk abzeichnet. Ihm bereiten insbesondere die schnellen, einfachen Antworten Sorgen, die gerade angesichts komplexer Herausforderungen fehl am Platz seien. In den letzten Tagen wurde auch in zahlreichen Medien darüber berichtet, wie populistische Strömungen, darunter die AfD, von Unsicherheiten im Handwerk profitieren – mancher sieht die Gefahr, dass so Innovation und der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet werden.  Neue Zahlen und Stimmen aus Gewerkschaften und Verbänden bestätigen, dass viele Beschäftigte in wechselvollen Zeiten nach Orientierung suchen und das politische Klima sich weiter polarisiert (vgl. Quelle: Zeit und Quelle: Spiegel). Veränderungen im politischen Diskurs zeigen deutlich: Sowohl in Umfragen als auch vor Ort melden Verantwortliche zunehmende Skepsis gegenüber klassischen Parteien, was wiederum Bewegungen am Rand des Spektrums Auftrieb verschafft (vgl. Quelle: Süddeutsche). Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft warnen davor, dass ein Umschwung zu einfachen Lösungen wichtige Zukunftsthemen wie Ausbildung, Digitalisierung und Internationalität ins Hintertreffen geraten lässt.

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