Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass deutsche Industrieverbände gemeinsam mit der Bundesregierung entschlossen sind, die Rohstoffversorgung zukunftssicherer zu gestalten. Im Zentrum steht ein kooperatives Einkaufsmodell nach japanischem Vorbild, das nicht nur Know-how, sondern auch staatlich angeschobenes Risikokapital nutzt – und das wäre ein Novum für die hiesige Industriepolitik. Dies soll insbesondere die Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten bei kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden, Lithium oder Graphit verringern. Erste Rückmeldungen aus Wirtschaft und Politik deuten an, dass mit einem solchen staatlich-industriellen Kraftakt mehr Verlässlichkeit in die Lieferketten käme – wobei Skepsis mitschwingt, ob die große Lösung im Alltagsgeschäft wirklich den gewünschten Effekt bringt. Aktuelle Entwicklungen aus Medienrecherchen unterstreichen, dass Industrie und Politik den Ernst der Lage immer stärker betonen: Die FAZ berichtet von zusätzlicher Nervosität in Berlin wegen möglicher Exportbeschränkungen aus China und der damit verbundenen Gefahr für deutsche Schlüsselindustrien. Die Süddeutsche beleuchtet, wie Unternehmen jetzt verstärkt nach alternativen Rohstoffquellen in Afrika und Südamerika suchen und dabei mit politischen wie ethischen Herausforderungen konfrontiert sind. Laut taz äußern Umweltverbände jedoch Bedenken, dass ein staatlich unterstütztes Rohstoffkonsortium ökologische Standards und die Langfristigkeit von Nachhaltigkeit aus dem Fokus verlieren könnte.
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