Karl Lauterbach drängt auf rasche Maßnahmen gegen tödliche Hitze

Wegen fast 10.000 hitzebedingter Todesfälle innerhalb eines Jahres ruft SPD-Politiker und Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach zum schnellen Handeln auf.

heute 14:31 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal fragt man sich, wie oft man den Wecker noch überhören kann – bis es wirklich zu spät ist. Fast 10.000 Menschen sind dieses Jahr bereits an Folgen starker Hitze gestorben. Für Karl Lauterbach klingt das wie ein lauter Warnruf: 'Jetzt kommt es drauf an, zu retten, was noch zu retten ist.' Die Situation sei akut und Lebenszeit lasse sich nicht aufschieben, meint er. Konkret schlägt er vor: Hitzeportale, die zentral Tipps und Warnungen bündeln, müssten großflächig eingeführt werden. Hitzetelefone, wie sie etwa in Köln laufen, könnten gefährdeten Personen aktiv nachfragen, wie es bei ihnen aussieht: Genug Flüssigkeit getrunken? Symptomfrei? Wassersprühanlagen und sogenannte Kälteräume schätzt Lauterbach auch als schnelle Hilfen. Doch das eigentliche Problem sitzt tiefer – in den kommenden Jahren werden extreme Hitzewellen zur wiederkehrenden Normalität, befürchtet er. "Wir dürfen nicht immer erst reagieren, wenn es schon zu spät ist", sagt er sinngemäß. Deshalb müsse man Städte radikal umdenken: weniger versiegelte Flächen, mehr Grün, flexible Rückzugsorte zur Hitzeabwehr. Wer Familie oder Angehörige habe, solle durchaus über die Anschaffung einer Klimaanlage nachdenken – der Nutzen überwiege die zusätzlichen Emissionen. Irgendwie klingt es bitter, dass das, was jahrzehntelang Luxus war, plötzlich Überlebensstrategie wird.

Karl Lauterbach warnt vor den fatalen Folgen des Klimawandels: Schon jetzt sterben tausende Menschen jährlich an Hitzewellen, und die Prognosen für die kommenden Jahre sind besorgniserregend. Er fordert rasch umsetzbare Lösungen wie Hitzeportale, Hitzetelefone, Wassersprühanlagen und abkühlende Rückzugsräume, die besonders gefährdeten Personen helfen sollen. Darüber hinaus betont Lauterbach die Notwendigkeit langfristiger Stadtentwicklung mit mehr Grünflächen, entsiegelten Böden und einem umsichtigen Umgang mit Klimaanlagen – denn die nächste Hitzewelle kommt bestimmt.

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