Die Debatte um die GKV-Reform wird hitziger: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert deutlich mehr finanzielle Unterstützung vom Bund, um die medizinische Versorgung von Bürgergeld-Empfänger:innen zu stemmen – andernfalls droht eine Blockade der Reform noch vor der Sommerpause. Besonders kritisch sehen die Kommunen die vorgesehene Kappung der Personalkosten-Finanzierung für Kliniken, da dies Milliardenlücken im kommunalen Haushalt hinterlassen und zwangsläufig zu negativer Kettenreaktion bei der Versorgung führen könnte. In aktuellen Berichten (u.a. FAZ, Zeit, Spiegel) wird zudem darauf hingewiesen, dass der Reformdruck weiter zunimmt: Die Kliniklandschaft – vor allem in ländlichen Regionen – gilt schon jetzt als angespannt; jede Einsparung könnte das System ins Wanken bringen. Zusätzlich berichten mehrere Medien davon, dass auch die Bundesländer vor einem Flickenteppich bei der Gesundheitsversorgung warnen – es drohen nicht nur längere Wartezeiten, sondern auch massive Engpässe für Patient:innen. Interessant: Während die Ampelkoalition versucht, durch Beitragsstabilität politische Punkte zu sammeln, warnen Experten vor einer Verschärfung der regionalen Ungleichheit. Gleichzeitig wurden Stimmen aus Bayern und NRW laut, die einen kompletten Neustart des Gesetzes verlangen und anmahnen, dass kurzfristige Einsparungen auf Kosten der Versorgung nicht tragbar seien.