Lauterbach mahnt: Mehr Engagement gegen Ebola nötig – Entwicklungszusammenarbeit ausbauen

SPD-Politiker Karl Lauterbach pocht angesichts der aktuellen Ebola-Ausbrüche darauf, dass Deutschland beim Thema Entwicklungshilfe auf keinen Fall sparen, sondern im Gegenteil mehr Mittel investieren sollte. Für ihn ist das nicht bloß eine Frage der Solidarität, sondern auch des eigenen Schutzes.

vor 42 Minuten | 2 mal gelesen

Wieder einmal steht das Ebola-Virus im Fokus – diesmal mit alarmierenden Zahlen aus der Demokratischen Republik Kongo. Über 900 Fälle werden laut WHO aktuell untersucht, 101 sind bereits bestätigt. Karl Lauterbach, zuständig für Gesundheitsthemen in der SPD, schlägt angesichts dieser Entwicklung laute Töne an: Würde Deutschland beim Etat des Entwicklungsministeriums ähnlich konsequent wie bei Verteidigung nachlegen, wäre das in seinem Sinne. Er warnt eindringlich, dass gekappte Gelder – wie jüngst in den USA – bereits zum Zusammenbruch wichtiger Gesundheitssysteme in Afrika beitragen. Das Resultat? Viren wie Ebola breiten sich fast ungehindert aus, die Gefahr weiterer Pandemien und unkontrollierbare Flüchtlingsbewegungen wächst. Laudterbach macht kein Geheimnis daraus, dass er rechte Rufe nach Sparmaßnahmen für eine gefährliche Sackgasse hält. Wer hier spart, zahlt später seinen Preis, mahnt er – womöglich mit Auswirkungen weit über Afrika hinaus. In Berlin beobachtet die Bundesregierung die Lage aufmerksam: Gesundheitsministerin Nina Warken informiert sich aktuell über den Zustand von Ebola-Patienten, die letzte Woche aus den USA in die Charité eingeliefert wurden. Die Lage bleibt angespannt und in vielem ungewiss. Zu hoffen bleibt, dass diesmal die politischen Mahnrufe nicht überhört werden.

Nach dem jüngsten Ebola-Ausbruch im Kongo fordert Karl Lauterbach eine deutliche Ausweitung der deutschen Entwicklungshilfe, insbesondere um Schwächen in afrikanischen Gesundheitssystemen zu beheben und damit globale Risiken wie Epidemien und Flüchtlingskrisen einzudämmen. Der SPD-Politiker kritisiert Kürzungsforderungen von rechten Parteien und sieht im Ausbau der Hilfe sowohl eine humanitäre Pflicht als auch einen sicherheitspolitischen Selbstschutz für Europa. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass internationale Organisationen vor Ort bereits Kapazitätsgrenzen erreichen, während sich die Folgen politischer Kürzungen unmittelbar im Anstieg der Fallzahlen widerspiegeln, und die Lage damit weiterhin als äußerst angespannt einzustufen ist.

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