Musikclubs werden offiziell als Kulturorte anerkannt – Regierung plant Baurechtsänderung

Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, Live-Musikclubs in Städten und Dörfern zum Kulturgut zu erklären und das Baurecht entsprechend zu lockern.

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Na endlich, kann man da nur sagen: Lange waren Musikclubs in Deutschlands Städten und selbst auf dem Land ein bisschen wie ungeliebte Gäste – zumindest aus baurechtlicher Sicht. Am Mittwoch will das Kabinett den Spieß umdrehen: Musikclubs sollen endlich als das anerkannt werden, was sie oft sind – Orte der Kultur, nicht bloß Vergnügungsstätten. Das sei längst überfällig, berichtet der 'Focus'. Bisher machte das Baurecht es schwer, neue Clubs zu eröffnen oder alte zu erhalten, weil sie quasi in der gleichen Schublade wie Spielhallen landeten. In wohnnahen Gegenden war das fast ein Todesurteil. Jetzt soll die Änderung es Clubs erlauben, auch in Misch- oder Wohnvierteln zu bestehen, ähnlich wie Kinos oder Theater. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer betont, er habe intensiv an der Umsetzung dieses Ziels aus dem Koalitionsvertrag gearbeitet. Es gehe nun nicht nur um Symbolik – die Clubs bekommen ausdrücklich ihren Platz in Kern-, urbanen und Gewerbegebieten. Für Freundinnen und Freunde von Livemusik ist das ein Hoffnungsschimmer – gerade im Hinblick auf die schwierigen Pandemiejahre, die vielen Clubs zusetzten. Neues Licht am Ende des Korridors, könnte man sagen.

Mit der geplanten Baurechtsänderung der Bundesregierung sollen Musikclubs künftig rechtlich als Kulturorte behandelt werden. Dadurch wird es deutlich einfacher, solche Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen und auch ländlichen Gemeinden zu betreiben. Die Anpassung bedeutet nicht nur rechtliche Sicherheit für Clubbetreiber, sondern ist auch eine Anerkennung ihrer Rolle als kulturelle Treffpunkte. Aktuell gibt es in vielen Städten eine rege Diskussion über Lärmschutz und Nachbarschaftskonflikte, die durch die Aufwertung der Clubs zu offiziellen Kulturorten eine neue Wendung nehmen könnten. Die Entscheidung kommt in einer Zeit, in der die Clubszene nach den Herausforderungen der Pandemie dringend Impulse braucht – nicht zuletzt um für junge Menschen weiterhin attraktiver Kulturraum zu bleiben. In internationalen Vergleichen, etwa mit Großbritannien oder den Niederlanden, ist es schon länger üblich, Musikspielstätten als Kulturgut zu behandeln; Deutschland schließt damit eine Lücke und gibt einem vielfach bedrohten Bereich ein sicheres baurechtliches Fundament.

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