Rückenwind für Merz: Söder stellt sich hinter CDU-Chef im Schnieder-Streit

Markus Söder, der Chef der CSU, stellt sich demonstrativ hinter CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz – und unterstützt ihn in der aktuellen Debatte rund um die Zukunft von Patrick Schnieder (CDU). Im ZDF-Sommerinterview betonte Söder, ein Kanzler stehe eben manchmal vor ungemütlichen Entscheidungen.

heute 14:34 Uhr | 2 mal gelesen

So funktioniert Politik eben manchmal: Markus Söder verglich die Rolle von Friedrich Merz mit der eines Fußballtrainers, der hin und wieder Spieler ein – oder auswechseln muss. Söder hält Merz’ Umgang mit dem Wirbel rund um Schnieder für „angemessen“ – Merz sehe offenbar, dass im Verkehrsministerium ein frischer Wind nötig sei. Ein kleiner Seitenblick: Die Absage von Fritz Güntzler, der kurzfristig als Nachfolger galt, sei menschlich nachvollziehbar; das brauche eben seine Zeit. Und: Merz hat bereits klar gemacht, dass die Personalrotation weitergeht, auch wenn er sich mit Namen bislang zurückhält. Parallel wurde bekannt: Nina Warken übernimmt bald einen neuen Kabinettsposten und Carsten Linnemann soll Generalsekretär werden – ein typisches Beispiel dafür, wie in Berlin die Stühle immer wieder neu verteilt werden. Und trotzdem bleibt vieles im Nebel – denn bestätigt hat Merz die Personalien abseits von Warken noch nicht.

Die Debatte um Patrick Schnieders Verbleib entzündet sich an der Frage nach einer möglichen Neuausrichtung im Verkehrsministerium, wobei Markus Söder Merz Rückendeckung zusichert und die politischen Manöver gelassen kommentiert – auch mit einem Augenzwinkern in Richtung der üblichen Berliner Personalrotation. Nachdem Fritz Güntzlers Absage für den Posten für Verunsicherung sorgte, ist mit Nina Warken und Carsten Linnemann offenbar die nächste Runde in der Kabinettsumbildung eingeläutet: Medial diskutiert, von Merz aber nur zögerlich bestätigt. Aktuell brodelt die Gerüchteküche weiter, Medien spekulieren offen über weitere Köpferollen und eine größere Umbesetzung, unter anderem wird in mehreren Artikeln betont, dass diese Entscheidungsprozesse auch Ausdruck des Bemühens um geschlossenes, durchsetzungsfähiges Regierungshandeln der Union sind. Darüber hinaus haben einige Medien in den letzten 48 Stunden weitere Modellierungen der Personalpolitik und interne Frustmomente berichtet. In Interviews wurde thematisiert, dass diese Unruhe in der Partei auch Unsicherheiten für die kommende Wahlperiode mitbringt und das Bild der Union nach außen beeinflusst.

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