Leipziger Buchmesse auf Kurs zu neuem Besucherrekord

Mit mehr Andrang denn je verzeichnet die Leipziger Buchmesse jetzt schon Besucherzahlen, die auf ein Rekordjahr hindeuten.

heute 18:33 Uhr | 2 mal gelesen

Kaum ist die Leipziger Buchmesse eröffnet, da schieben sich die Menschen auch schon dicht an dicht zwischen den Messeständen – kein Vergleich zu den vergangenen Krisenjahren. Laut Auskunft der Messeleitung wurden am Donnerstag und Freitag zusammen bereits 105.000 Gäste begrüßt. Zum Vergleich: Im letzten Jahr lag die Zahl mit 96.000 Besuchenden deutlich niedriger. Es sieht also ganz so aus, als könnte am Wochenende das Besucherbarometer noch weiter in die Höhe schnellen – traditionell ist der Ansturm vor allem samstags enorm (2023 waren am Wochenende über 200.000 Menschen vor Ort). Fast scheint es, als hätte die Pandemie der Leselust nur einen kurzen Dämpfer verpasst. Mit gleich 2.044 Ausstellern buhlen dieses Jahr jede Menge Verlage, Autorinnen und Buchkünstler um die literaturhungrigen Massen. Ach, und das Gedränge am Stand von XY war legendär.

Der Auftakt der Leipziger Buchmesse 2024 fällt deutlich größer als in den Vorjahren aus – mit bereits über 100.000 Besuchern an den ersten beiden Tagen. Die Zeichen stehen auf einen erneuten Rekord, nachdem letztes Jahr die pandemiebedingten Einschnitte scheinbar völlig überwunden wurden. Neben den Zahlen ist aber auch spürbar: Das Interesse am Austausch mit Autorinnen und Verlagen bleibt ungebrochen, gerade die Mischung aus Lesungen, Diskussionen und Messeflair lockt alle Altersgruppen. Laut einer aktuellen Recherche leben literarische Veranstaltungen aktuell vielerorts wieder auf, auch das Programm für Kinder und Jugendliche wächst rasant. Im internationalen Vergleich ist die Leipziger Buchmesse nach der Frankfurter Buchmesse das größte Event ihrer Art in Deutschland. Laut Berichten in der Süddeutschen Zeitung, auf ZEIT Online und der FAZ wird diskutiert, wie sich die Messe künftig digitaler und internationaler aufstellen könnte. Besonders auffällig ist in diesem Jahr die starke Präsenz osteuropäischer Literatur und die Diskussion über Meinungsfreiheit, was das öffentliche Interesse zusätzlich anheizt.

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