Wer an Museen denkt, stellt sich womöglich zuerst staubige Vitrinen vor – und übersieht schnell die Begeisterung und Leidenschaft, die hinter guter Museumsarbeit steckt. Der Lotto-Museumspreis, mittlerweile zum elften Mal ausgelobt, stellt genau dieses Engagement in den Fokus. Nichtstaatliche Museen – egal ob kommunal, privat oder dem örtlichen Verein entsprungen – sind das Rückgrat vieler kultureller Projekte in Baden-Württemberg. Paul Nemeth, Geschäftsführer von Lotto BW, betont, wie sehr Museen über reine Wissensvermittlung hinausgehen: Sie schaffen Räume der Inspiration und Begegnung, tief verwurzelt in ihrer Region. Mit den 45.000 Euro Preisgeld, verteilt auf einen Haupt- und einen Extra-Preis, sollen Mutmacher geschaffen und innovative Projekte ermöglicht werden. Nicht zu verachten ist auch die öffentliche Anerkennung, ergänzt die Museumsverbands-Präsidentin Sabine Mücke: Es sei ein starkes Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Menschen, die das kulturelle Erbe des Landes bewahren und weiterdenken. Gewürdigt wird ein hingebungsvoll betriebenes Museum mit 30.000 Euro – für ein herausragendes Gesamtkonzept. Weitere 15.000 Euro bekommen Museumsmacher*innen, die mit einem Spezialprojekt oder kreativen Ideen über den Tellerrand hinausblicken. Die feierliche Preisverleihung findet im November beim Gewinner statt; Bewerbung und Info gibt’s online unter www.lotto-bw.de/museumspreis. Und ja, ein kluger Hinweis zum Schluss: Der Museumsverband versteht sich als Lobby und Netzwerk all derer, die im Museum mehr sehen als nur Räume voller Ausstellungsstücke.
Der Lotto-Museumspreis 2024 bietet nichtstaatlichen Museen in Baden-Württemberg eine Chance auf finanzielle und öffentliche Förderung: Insgesamt werden 45.000 Euro vergeben, um innovative Projekte und das Engagement der Museumsteams zu würdigen. Besonders interessant ist, dass der Preis gezielt kleineren und unabhängigen Häusern zugutekommt, die oft mit knappen Budgets viele gesellschaftliche Aufgaben stemmen. Laut der Süddeutschen Zeitung erleben Museen bundesweit nach der Pandemie eine Renaissance als Orte des Dialogs und gesellschaftlicher Reflexion, und Förderprojekte wie dieser können wichtige Impulse für kreative, regionale Initiativen liefern. Zudem zeigen aktuelle Debatten, dass öffentliche Aufmerksamkeit und finanzielle Mittel immer stärker umkämpft sind, weshalb Preisvergaben wie der Lotto-Museumspreis auch eine politische Botschaft für den Erhalt kultureller Vielfalt senden. Laut Berichten der Zeit steigen die Besucherzahlen vieler Museen wieder, innovative Projekte und partizipative Ansätze werden dabei besonders positiv aufgenommen und unterstützt. Der Museumsverband Baden-Württemberg setzt sich weiterhin für eine nachhaltige Entwicklung der Museumslandschaft ein und fördert neben der Interessenvertretung auch neue Formen der Kooperation und Vermittlung. Informationen zur Bewerbung und Details zur diesjährigen Preisverleihung finden sich auf der offiziellen Seite von Lotto Baden-Württemberg.