Neues Tief für die SPD: Politbarometer zeigt dramatischen Absturz

Die SPD erlebt im aktuellen ZDF-Politbarometer einen herben Rückschlag – so schlecht standen die Sozialdemokraten selten da. Nur 13 Prozent würden ihnen noch die Stimme geben, wenn jetzt gewählt würde. Das zeigt, wie tief die Partei aktuell im Umfragetief steckt.

heute 07:50 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal fragt man sich ja schon, wie oft eine Partei noch verlieren kann, bevor der Boden erreicht ist. Die Sozialdemokraten rutschen im neuesten Politbarometer des ZDF nochmals ab – diesmal um satte zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Umfrage im Vormonat. Wer jetzt hofft, die anderen Parteien hätten sich solidarisch angeschlossen, irrt sich: Die AfD macht Boden gut und steht nun mit 26 Prozent exakt gleichauf mit CDU/CSU, die wiederum stagniert. Dass die Grünen auf 15 Prozent klettern, überrascht ehrlich gesagt eher wenig – angesichts der aktuellen Themenlage im Land. Die Linke verliert dagegen etwas an Zuspruch und liegt jetzt bei 10 Prozent. Und dann gibt es da noch den Rest: FDP, Bündnis Sahra Wagenknecht und kleinere Parteien kommen zusammengerechnet nur noch auf 10 Prozent, also zwei Prozent weniger als zuvor. Es bleibt die Frage, ob aus diesen Momentaufnahmen langfristige Trends werden – oder ob bald wieder alles ganz anders aussieht.

Die SPD hat im jüngsten ZDF-Politbarometer ein Rekordtief erreicht: Nur noch 13 Prozent der Wähler sprechen sich aktuell für die älteste deutsche Partei aus. Besonders auffällig ist das Erstarken der AfD, die gemeinsam mit CDU/CSU den Spitzenplatz mit je 26 Prozent einnimmt. Die Grünen profitieren ebenfalls, während die Linke und vor allem die kleineren Parteien an Zustimmung verlieren. Laut aktuellen Medien stimmen die Umfragedaten auch mit anderen Erhebungen überein, die das Vertrauen in die Regierungsparteien weiterhin auf niedrigem Niveau sehen – ausgelöst unter anderem durch politische Streitereien, die Unzufriedenheit mit der aktuellen Ampel und allgemeine Unsicherheiten im Land. Die AfD profitiert am meisten von dieser Stimmungslage, wiewohl Diskussionen um Rechtsextremismus und mögliche Beobachtung durch den Verfassungsschutz anhalten. Viele Experten gehen davon aus, dass sich das Kräfteverhältnis im Parteiensystem weiterhin verschiebt – doch Prognosen bleiben schwierig.

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