Es ist schon etwas Irres: Zum sechsten Mal hintereinander verbauen europäische Teams Brasilien das Weiterkommen bei einer Weltmeisterschaft. Wer hätte damit gerechnet, dass dieses Mal ausgerechnet Norwegen die Samba-Kicker ins Aus schickt? Das Spiel begann mit einer norwegischen Elf, die loslegte wie die Feuerwehr – Einsatz, Mut und viel Galligkeit, aber anfangs kein Tor. Womöglich war das auch ein wenig Glück, denn Brasilien bekam früh einen Elfmeter zugesprochen. Bruno Guimaraes läuft an, schießt, doch Nyland im norwegischen Kasten wächst in diesem Moment über sich hinaus. Das norwegische Tor war manchmal fast ein Hochsicherheitstrakt. In Hälfte zwei wurde Norwegen mutiger, drückte und erspielte sich mehr Chancen – Haaland, der eh immer für ein Tor gut ist, verpasste zunächst noch. Brasilien, inzwischen mit Neymar und Endrick auf dem Platz, versuchte alles, wirkte aber irgendwie ratlos gegen viele norwegische Beine. Dann zündete Trainer Solbakken die richtige Wechselrakete: Schjelderup kam rein, bereitete Haalands Kopfball-Tor in der 79. Minute aus dem Stand vor. Und als sogar noch ein zweites Tor von Haaland folgte, diesmal mit dem linken Fuß, schien das Ding durch. Die Dramatik zum Schluss: Noch ein Strafstoß für Brasilien – Neymar trifft, aber das war's dann. Norwegen steht im Viertelfinale und darf jetzt gegen den Gewinner aus Mexiko gegen England ran. Vielleicht gibt’s ja die nächste Überraschung.
Norwegen ist bei der laufenden Fußball-WM eine faustdicke Überraschung gelungen: Durch eine couragierte Teamleistung und dank der Tore von Haaland bezwang man das favorisierte Brasilien mit 2:1. Schlüssel zum Erfolg war nicht nur die Defensive rund um Keeper Nyland, sondern auch das clevere Händchen von Trainer Solbakken bei den Einwechslungen. In den internationalen Medien wird vor allem Brasiliens ideenlose Offensive und Norwegens scheinbar unerschütterliche Nervenstärke hervorgehoben.
Aktuelle Recherchen zeigen, dass Norwegens Sieg internationales Echo ausgelöst hat: Das Team wurde für den Kampfgeist und die taktische Disziplin gelobt; Brasilien hingegen steht nach der Niederlage unter Druck, die Teamstruktur neu zu überdenken. Auch die Rolle von Haaland wird ausführlich diskutiert; seine physischen Qualitäten und sein Instinkt im Strafraum gelten als exemplarisch. Neben sportlichen Aspekten taucht immer wieder die Frage auf, ob die „europäische Dominanz“ bei den WM-Turnieren nach neuen Spielmustern ruft.