Österreich setzt sich aktuell stark dafür ein, Asylverfahren künftig außerhalb der EU abzuwickeln. Innenminister Karner meint, der EU-Asylpakt biete jetzt bereits die rechtliche Grundlage für solche Schritte, um gefährliche Fluchtrouten wie über das Mittelmeer unattraktiver zu machen. Kritiker mahnen, dass ausgelagerte Asylverfahren neue moralische, rechtliche und praktische Schwierigkeiten bergen; Menschenrechtsorganisationen warnen etwa vor einer Aushöhlung des individuellen Grundrechtsschutzes und vor problematischen Bedingungen in Drittstaaten. Laut aktuellen Medienberichten wird das Modell besonders nach den jüngsten Vorfällen in Ceuta in Europa hitziger diskutiert. In einigen EU-Staaten gibt es Skepsis wegen möglicher Abkommen mit Herkunfts- oder Transitländern, während in Städten wie Brüssel kontroverse Proteste gegen die geplanten Verschärfungen stattfanden. Interessanterweise hat unter anderem Dänemark schon ähnliche Vorschläge gemacht – allerdings bisher ohne klare Partnerländer, die solche Zentren tatsächlich aufnehmen würden.
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