Kanzler? Nee, jedenfalls im Moment nicht – so legt es Hendrik Wüst zumindest im Gespräch mit dem Podcast 'Meine schwerste Entscheidung' der Funke-Mediengruppe dar. 'Das steht für mich aktuell gar nicht auf dem Zettel', sagt der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen quasi zwischen den Zeilen, auch wenn immer mal wieder Gerüchte über eine Rochade an der CDU-Spitze durchs politische Berlin geistern. Wüst schildert das Verhältnis zu Merz als 'wirklich gut', auch wenn man auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnte – andere Generation, andere Typen, andere Erfahrungen. Doch offenbar läuft die Zusammenarbeit solide, und so wundert ihn wohl nur wenig, was außen manchmal so in die Personaldiskussionen hineininterpretiert wird. Erst vor Kurzem hatte es Spekulationen über einen abrupten Kanzlerkandidatentausch gegeben, die er als 'Quatsch' abtun musste. Ganz ausschließen will er für die Zukunft aber nichts: Wer ein 'großes, ziemlich buntes Land' (wie NRW eben) regiere, solle sich nie ganz festlegen – 'Nie, nie' sage man besser nicht. Vielleicht klingt zwischen den Zeilen doch ein Rest Neugier auf Berlin durch?
Hendrik Wüst macht aktuell einen klaren Rückzieher, was einen Wechsel ins Kanzleramt betrifft, und stellt seine Loyalität zur CDU-Spitze heraus. Trotz der kursierenden Gerüchte um Unruhe bei den Christdemokraten bekräftigt er die solide Zusammenarbeit mit Friedrich Merz, lässt die Türe für eine politische Zukunft auf Bundesebene aber einen Spalt weit offen. Neue Medienberichte betonen: Merz und das CDU-Präsidium pochen weiterhin auf die geeinte Linie, während unter der Oberfläche parteiinterne Planspiele und Debatten über zukünftige Ambitionen brodeln (vgl. [FAZ.net](https://www.faz.net)).