Pantisano: Scharfe Kritik an CDU-Chef Merz – "Faschismus"-Vorwurf sorgt für Aufsehen

Luigi Pantisano, der als neuer Vorsitzender der Linken gehandelt wird, geht mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) hart ins Gericht und stellt einen extremen Vergleich zur AfD an. Vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland finden die Worte besonderen Widerhall.

heute 10:40 Uhr | 3 mal gelesen

Mit ungewohnt scharfer Zunge setzt Luigi Pantisano, der kommende Kopf der Linken, zum Rundumschlag gegen Friedrich Merz und die CDU an. Ihm zufolge verschwimmen mittlerweile die politischen Unterschiede zwischen Union und AfD – ein bemerkenswerter, für manche sicherlich auch irritierender Vergleich. Für Pantisano dreht sich alles um den Kampf gegen rechte Kräfte: „Uns geht es darum, die Faschisten von der Macht fernzuhalten“, so seine knackige Ansage. Interessant ist, wie er die Regierungspolitik ganz grundsätzlich abwertet – besonders brisant vor den Ostwahlen, wo die Gemengelage traditionell unübersichtlich ist. Offenbar sieht er in Merz kein politisches Gegengewicht, sondern einen „Versager“ ohne Rückhalt beim Volk. Die Linke will sich, so klingt es zumindest, als Schlachtruf der arbeitenden Bevölkerung neu positionieren. Man könnte meinen, Pantisano will die Partei aus der Lethargie reißen – mit klaren, vielleicht absichtlich zugespitzten Worten. So ganz klar scheint allerdings auch im eigenen Lager nicht zu sein, wie viel Strategie und wie viel Verzweiflung hinter diesem offensiven Ton steckt.

Pantisano provoziert mit seinem Vergleich zwischen CDU und faschistischer Politik heftige Reaktionen, sowohl innerhalb der politischen Landschaft als auch bei der parteiinternen Basis. Während manche Beobachter solche Worte als unzulässig scharf betrachten, betonen Anhänger die Dringlichkeit, sich entschieden gegen Rechtspositionen zu positionieren. In den aktuellen Debatten über Koalitionen nach den anstehenden Landtagswahlen – insbesondere in Sachsen, Thüringen und Brandenburg – wird diese Zuspitzung als Versuch gewertet, die Linke erneut als konsequente Kraft gegen Rechtsaußen zu profilieren. Laut neuesten Berichten steht die Linke unter massiven Druck, wieder in den ostdeutschen Ländern Fuß zu fassen, da ihr Wählerklientel von AfD und CDU abgeworben wird. Die Partei setzt daher auf Polarisierung, macht aber selbst innerparteilich Schlagzeilen mit Richtungskämpfen und der Frage nach anschlussfähigem Protest. In aktuellen Pressestimmen wird zudem diskutiert, wie sich die Debatte um "Brandmauer" und der politische Diskurs insgesamt verschärft hat, was nicht zuletzt auf das Erstarken der AfD in Umfragen zurückgeführt wird.

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