Ploß plädiert für umfassende Freibad-Offensive – Infrastruktur-Gelder als Rettungsanker

Christoph Ploß (CDU), Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, sieht in deutschen Freibädern mehr als bloße Freizeitorte: Er fordert kräftige Investitionen, damit diese für Familien bezahlbar und zugänglich bleiben.

heute 01:03 Uhr | 3 mal gelesen

„Wir dürfen nicht zulassen, dass Freibäder zum Luxus verkommen“, mahnte Ploß gegenüber der Funke-Mediengruppe – sein Tonfall dabei durchaus kämpferisch. Er wünscht sich eine Art Erneuerungswelle: Kommunen sollen Infrastrukturförderungen aus Bundesmitteln gezielt für die Modernisierung und Erweiterung ihrer Freibäder verwenden. Vielerorts seien die Anlagen am Limit – das haben die Menschen gerade am letzten Hitzewochenende gespürt, als Tickets rar wie fossile Dinos wurden. Wer im Sommer nicht in den Flieger steigt, findet im Freibad eine kleine Oase, beinahe so existentiell wie der Eisladen um die Ecke. Aus touristischer Sicht – und da spricht Ploß als Koordinator – sind Bademöglichkeiten inzwischen ein echter Magnet bei der Urlaubsplanung der Leute: Kein Spaß, wenn da Stillstand herrscht. Doch nicht nur Geld, auch entschlackte Regeln braucht es, findet Ploß. Man müsse Bäder „von überflüssiger Bürokratie befreien"; zu viele Vorschriften – beispielsweise zu Trittstufenabständen am Sprungturm – sorgten dafür, dass vor allem Kinder auf dem Trockenen sitzen. Tragisch, oder? Denn die Chance, zu planschen, zu springen und zu toben, sollte eigentlich keinem Kind verwehrt sein. Die Realität sieht allerdings düster aus: Nach Zahlen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) klafft ein Renovierungsloch von etwa 34 Milliarden Euro, und etliche Kommunen balancieren ohnehin auf dünnem Haushalts-Eis. Wenn sich nichts tut, so warnen Experten, drohen weitere Schließungen – oder bestenfalls ein eingeschränktes Badeangebot. Wer hätte gedacht, dass das Plätschern im Sommerhammer eigentlich ein Politikum ist?

Christoph Ploß macht sich für die Sanierung und den Ausbau von Freibädern in Deutschland stark und sieht in ihnen einen wesentlichen Bestandteil sozialer Infrastruktur – und keineswegs bloß Orte für Sonnentage. Laut Branchenverband DGfdB ist der Sanierungsstau mit seinen rund 34 Milliarden Euro besorgniserregend hoch; viele Kommunen kämpfen mit Personalmangel und knappen Kassen. Neue Recherchen, unter anderem von der Süddeutschen Zeitung und der Zeit, bestätigen: Der Investitionsbedarf besteht vielerorts, vor allem im Osten und in ländlichen Regionen schrumpft das Angebot stetig. Es wird deutlich, dass es Ploß nicht nur um kurzfristige Politik geht, sondern um die Frage, wie lebendige Nachbarschaft und soziale Teilhabe erhalten bleiben können – Freibäder sind hier tatsächlich auch ein Symbol für mehr als nur Wasser und Chlor. Übrigens: In einigen Regionen denken Bürgerinitiativen laut über alternative Betreiberkonzepte nach, von Genossenschaften bis zu Start-ups, da die Kommunen alleine oft nicht mehr stemmen können. Drei aktuelle Artikel: - Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet ausführlich zur angespannten Lage vieler Freibäder, verweist auf den Sanierungsrückstand und beleuchtet, wie Bürgerinitiativen vielerorts die Verantwortung für den Erhalt der Bäder übernehmen (Quelle: FAZ). - "Süddeutsche.de" zeichnet in einem langen Bericht nach, wie die Freibad-Debatte angesichts der Hitzewelle Fahrt aufnimmt, und schildert anhand von Beispielen aus Bayern die Herausforderungen durch steigende Betriebskosten und den Mangel an ausgebildeten Bademeistern (Quelle: Süddeutsche Zeitung). - Bei "ZEIT Online" steht im Fokus, wie Freibäder stetig von Schließungen bedroht sind und warum immer mehr Kommunen kreative Lösungen suchen, etwa neue Finanzierungsmodelle oder den Einsatz ehrenamtlicher Retter (Quelle: ZEIT ONLINE).

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