Eine temporäre Senkung der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe hätte derzeit eine breite Zustimmung: 73 Prozent sprechen sich dafür aus, lediglich das Lager der Grünen ist hier gespalten. In der aktuellen Projektion verlieren die Sozialdemokraten weiter an Zustimmung, liegen nur noch bei 13 Prozent – ihr schwächster Wert bisher. Die Union und AfD rangieren nun gleichauf bei jeweils 26 Prozent, während die Grünen aufholen und auf 15 Prozent kommen. Parlamentarische Mehrheiten für klassische Bündnisse zeichnen sich aus diesen Zahlen nicht ab.
Ein generelles Reformpaket der Regierung wird mit Skepsis aufgenommen: Nicht einmal ein Drittel der Befragten (31 Prozent) glaubt an einen wesentlichen Beitrag durch Union und SPD, während zwei Drittel das bezweifeln. Regierung und Kanzler Scholz bekommen miese Noten, auch von vielen eigenen Anhängern. Dennoch erwarten zwei Drittel, dass die derzeitige Regierungskoalition bis 2029 durchhält.
Bei der Sympathie-Skala führt Verteidigungsminister Pistorius mit Abstand, während SPD-Vorsitzender Klingbeil und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas mit negativen Werten abschmieren – ein Tiefpunkt, besonders für Klingbeil. Besonders alarmierend: 75 Prozent der Befragten halten es für unwahrscheinlich, dass das Führungsduo die SPD aus ihrer Krise führen kann. Selbst unter den eigenen Anhängern glauben nur 29 Prozent daran.
Zur politischen Ausrichtung der SPD gibt es keine klare Tendenz: Gut ein Drittel will mehr, ein weiteres Drittel weniger linke Positionen. Die AfD erzielt national starke Werte, dennoch lehnt eine knappe Mehrheit (56 Prozent) Kooperationen anderer Parteien mit der AfD ab. Auffällig: Die Ablehnung ist im Westen Deutschlands deutlich ausgeprägter als im Osten.
Zum Krieg zwischen dem Iran, den USA und Israel: Fast 90 Prozent der Befragten fürchten, deutsche Unternehmen und Arbeiter werden infolge des Konflikts wirtschaftlichen Schaden nehmen – an ein baldiges Ende des Krieges glauben nur die Wenigsten. Die Daten basieren auf einer repräsentativen Umfrage unter 1.206 Wahlberechtigten, durchgeführt vom 24. bis 26. März 2026 durch die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF. Die Fehlerquote liegt je nach Parteiwert zwischen rund 2 und 3 Prozentpunkten.
Die politischen Stimmungen im März 2026 werden stark vom Iran-Krieg und den dadurch bedingten drastischen Energiepreiserhöhungen geprägt. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen fühlt sich von den hohen Preisen belastet und sieht die Regierung als zu passiv an – nicht einmal ein Drittel glaubt, dass die geplanten Reformen helfen werden. Die SPD steckt nach schweren Verlusten bei jüngsten Landtagswahlen in einer Führungskrise, während AfD und Grüne im Aufwind sind und klassische Mehrheiten unerreichbar scheinen. Weitere aktuelle Recherchen zeigen: 1) Die steigende Unzufriedenheit mit der Ampel-Koalition wird auch in anderen Umfragen bestätigt, die laut "Spiegel" auf das starke Abschneiden der AfD und die Frustration der Bevölkerung über die Energiepreise hinweisen. 2) Laut "taz" diskutiert die Politik inzwischen offen einen Sozialausgleich angesichts der Energiekrise und erwägt kurzfristige Hilfen, doch die schnelle Umsetzung bleibt fraglich. 3) Die "FAZ" analysiert, dass die Angst vor wirtschaftlichem Schaden in der Bevölkerung wächst, während das politische Vertrauen bröckelt – insbesondere, da die SPD-Spitze als orientierungslos wahrgenommen wird.