Portugal ringt Kroatien in letzter Sekunde nieder und zieht ins Achtelfinale ein

In einem turbulenten Schlagabtausch hat Portugal Kroatien in buchstäblich letzter Minute mit 2:1 bezwungen und damit das Ticket fürs Achtelfinale der Fußball-WM gelöst. Nach 90 Minuten zäher Defensive beiderseits brachten späte Tore die Arena erst so richtig zum Kochen. Am Ende entschied ein Kopfballtor die Nervenschlacht zugunsten der Portugiesen.

heute 03:08 Uhr | 1 mal gelesen

Das Spiel begann mit vielen ambitionierten Angriffen Portugals, doch irgendwie fehlte der letzte Funke vor dem Tor. Kroatien hingegen verteidigte solide, war aber offensiv fast unsichtbar – erinnert ein bisschen an diese alten Schachpartien, bei denen zwar jeder mal zieht, aber keiner wirklich was wagt. Erst nach der Pause wurde es wild: Perisic schnappte sich einen Ball von Stanisic, nahm sich ein Herz (oder einfach nur einen sauberen Schuss) und versenkte trocken ins Eck – 1:0 Kroatien, wie aus dem Nichts. Doch Portugal kam zurück, und zwar schnell: Cristiano Ronaldo, auch schon mal agiler, verwandelte einen Handelfmeter eiskalt. Kaum hatte man die Hoffnung auf ein Unentschieden, stach Portugal wieder zu. Diesmal sorgte Leao für Vorarbeit, Ramos für den Treffer - wie aus Lehrbuch. Livakovic im kroatischen Tor konnte zuschauen, wie der Ball an seinen Fingerspitzen vorbei ins Netz flog. So läuft eben Fußball manchmal unbarmherzig, ein Spiel voller kleiner Momente und großer Dramen. Kroatien muss nach Hause, Portugal darf sich auf Spanien freuen – ein echtes Fußball-Brett wartet.

Das Duell zwischen Portugal und Kroatien bei der Fußball-WM war spannender als es der ruhige Beginn vermuten ließ. Während Portugal über lange Strecken die Spielkontrolle hatte, brachte erst ein schwer erkämpfter Elfer die Wende und ein Last-Minute-Kopfball den endgültigen Durchbruch. Der Sieg katapultiert Portugal ins Achtelfinale gegen Spanien, während Kroatien trotz respektabler Leistung die Heimreise antreten muss. Nach aktuellen Medienberichten war Portugals letzter Treffer einer der emotionalsten Momente des Turniers, da Kroatien kurz vor Schluss nah dran war, das Unentschieden zu retten. Überraschenderweise war der Einsatz beider Teams auffallend hoch, was auch auf die emotionale Vorgeschichte beider Mannschaften zurückgeführt wird (Streit um die UEFA-Schiedsrichterentscheidungen spielte laut DW eine Rolle). Zudem zeigte die taz in ihrer Spielanalyse, wie sehr der portugiesische Trainer Roberto Martínez das Team durch gewiefte Ein- und Auswechslungen taktisch belebte und letztlich auf Siegkurs brachte.

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