Regierung bestätigt Treffen zwischen Merz und Springer-Chef Döpfner

Offiziell ist nun: Ein Gespräch zwischen dem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Mathias Döpfner, dem Vorstandschef von Axel Springer, hat im Frühjahr 2026 stattgefunden – Details bleiben aber im Dunkeln.

03.07.26 13:43 Uhr | 2 mal gelesen

Die Bundesregierung hat auf Nachfrage bestätigt, dass Friedrich Merz sich im Frühjahr 2026 mit Mathias Döpfner – dem mächtigen Kopf des Axel-Springer-Verlags – getroffen hat. Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte am Freitag in Berlin, es handle sich um das einzige derartige Treffen während der aktuellen Amtszeit. Inhalt und Verlauf bleiben vertraulich; alle Berichte darüber seien laut Kornelius ohnehin „nicht korrekt“ wiedergegeben worden. Außerdem wies Kornelius darauf hin, dass es durchaus zum politischen Alltag gehöre, mit Verlegern oder anderen Meinungsmachern zusammenzutreffen. Im Umfeld der CDU fiel die Äußerung des Kanzlers nach einer Vorstandssitzung auf: Er sei, „auch wenn ich mittlerweile sogar aus einzelnen Verlagshäusern dazu aufgefordert werde, nicht bereit, andere Mehrheiten im Bundestag anzustreben.“ Ein Zusammenhang mit dem Döpfner-Termin wird seitens der Regierung bestritten. Vielmehr beziehe sich Merz auf eine generelle Debatte in zahlreichen Medienhäusern, eine „Lockerung“ oder gar den Verzicht auf die Brandmauer-Politik, sprich: eine Zusammenarbeit mit der AfD. Laut Kornelius hat Merz sich hiervon ausdrücklich distanziert. Im Podcast des Redaktionsnetzwerks Deutschland wurde hingegen kolportiert, Döpfner habe Merz im Gespräch tatsächlich begegnet und gefordert, die CDU solle sich der AfD öffnen. Die – etwas dramatische – Antwort soll gewesen sein: „Nur über meine Leiche.“ Angeblich habe Merz das Gespräch abrupt beendet, Döpfner habe beim Hinausgehen gedroht: „Das werden Sie noch bereuen.“ Bestätigt ist das offiziell allerdings von keiner Seite. Der stellvertretende Regierungssprecher Hille nannte diese Geschichten bereits am Mittwoch „absurde Gerüchte“.

Die Bundesregierung hat offiziell bestätigt, dass es ein Treffen im Frühjahr 2026 zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner gab. Die Inhalte des Gesprächs bleiben unter Verschluss, und Regierungssprecher Kornelius widersprach deutlich jeglichen Spekulationen, die ein politisches Entgegenkommen gegenüber der AfD oder eine Änderung der bisherigen Brandmauer-Politik nahelegen. Trotz medialer Gerüchte über hitzige Wortwechsel und angebliche Drohungen blieb die Regierung dabei: Kein Zusammenhang zwischen dem Döpfner-Treffen und Merz' Aussagen zu Koalitionen; die Darstellungen aus Podcasts und Medien wurden als „nicht korrekt“ und „absurde Gerüchte“ abgetan. Im Nachgang mehren sich Diskussionen über Medieneinfluss in der Politik und darüber, wie transparent solche Zusammenkünfte sein sollten – ein Thema, das auch in der internationalen Presse (z.B. in Thelocal.de und DW) kritisch betrachtet wird. Zudem spekulieren Medien weiter über den Einfluss großer Medienhäuser auf politische Entscheidungsfindungen, insbesondere nach mehreren polarisierenden Debatten um mögliche Kooperationen zwischen Union und AfD. Neue Berichte auf Spiegel.de und Zeit.de nehmen dabei zum Teil auch das Verhältnis zwischen Pressefreiheit und politischer Macht ins Visier.

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