Die Statik des ARD-Studios in Kyjiw steht aktuell infrage – ob das Haus weiter genutzt werden kann, muss nun geprüft werden. Trotz aller Schäden: Die Reporterinnen und Reporter geben nicht auf und setzen ihre Arbeit mit Improvisation und mobilen Lösungen fort. In einer Mischung aus Erschütterung und Entschlossenheit beschreibt Studioleiter Vassili Golod die Verwüstung: "Fensterrahmen herausgerissen, Technik in Stücke, ein Arbeitsplatz wie nach einem Erdbeben! Dieser Angriff reiht sich ein in die offene Gewalt, unter der die Ukraine leidet: Zivilisten sterben, Infrastruktur wird gezielt zerstört – und eben auch die letzten Rückzugsorte wie Redaktionsräume. Unsere Aufgabe bleibt: darauf aufmerksam machen, was passiert, und das sichtbar machen, was andere gern verstecken möchten." Auch WDR-Intendantin Katrin Vernau ist erleichtert, dass niemand verletzt wurde. "Unsere Reporter arbeiten seit Jahren im Ausnahmezustand – ihr Mut verdient Respekt. Gerade jetzt müssen wir dafür sorgen, dass Informationen aus Kyjiw ungefiltert in Deutschland ankommen." Der WDR ist für das Studio zuständig, die Berichte über den Angriff laufen auf sämtlichen ARD-Kanälen.
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Quelle: WDR Westdeutscher Rundfunk, via news aktuell
Nach einem neuerlichen massiven russischen Luftangriff auf Kyjiw wurde das ARD-Studio schwer beschädigt – Splitter, zerstörte Technik und eingestürzte Wände belegen das Ausmaß. Verantwortliche beim WDR zeigen sich tief betroffen, betonen aber die Entschlossenheit und Courage des Teams, unter extremen Bedingungen weiter Bericht zu erstatten und so unabhängige Information auch in schwierigen Zeiten zu sichern. Die Sicherheit des Gebäudes steht nun zur Prüfung an, und die Arbeit läuft mit improvisierter Technik und alternativen Standorten weiter – ein Bild für den andauernden Kampf um Pressefreiheit und Aufklärung mitten im Kriegsgebiet. Ergänzende Recherche zeigt, dass die russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine weiterhin regelmäßig stattfinden und oft gezielt Medienhäuser als Symbol für unabhängige Berichterstattung treffen. Dabei werden nicht nur Sachwerte, sondern auch demokratische Grundwerte wie die Pressefreiheit bedroht. Internationale Organisationen wie Reporter ohne Grenzen beklagen eine gefährliche Zuspitzung, warnen vor den langfristigen Folgen für die Informationsfreiheit und fordern verstärkten Schutz für Journalistinnen und Journalisten. Die ukrainische Regierung forderte nach dem Angriff erneut Unterstützung zum Schutz der Städte vor weiteren Drohnen- und Raketenangriffen.