Doppelte Auszeichnung für BR-Produktionen in Cannes: Pawlikowski gewinnt für 'Fatherland', Canal+ ehrt Kurzfilm

Cannes 2024: Gleich zwei Preise gehen an Projekte mit bayerischer Beteiligung – und beim Bayerischen Rundfunk knallen die Korken. Was hinter den Auszeichnungen steckt.

heute 11:56 Uhr | 3 mal gelesen

Ganz ehrlich, manchmal fühlt sich Filmberichterstattung an wie ein Schaulaufen auf dem Roten Teppich – aber heute ist der Grund zum Feiern tatsächlich handfest. Zwei Produktionen mit Wurzeln beim Bayerischen Rundfunk wurden bei den renommierten Filmfestspielen in Cannes geehrt: Regisseur Pawel Pawlikowski erhielt für seinen Spielfilm 'Fatherland' den begehrten Preis für die beste Regie. Pawlikowski, der ja schon vor Jahren mit seinem Film 'Ida' einen Oscar abräumte, setzt mit 'Fatherland' wieder auf starke Bilder und erzählerische Dichte. Gleichzeitig holte der Kurzfilm 'VATERLAND oder Ein Bule Namens Yanto' den Canal+ Award – erfreulich, denn solche Filme gehen im Festivalrummel oft unter. Die BR-Pressestelle, vertreten durch Gesine Pucci, gab sich erwartungsgemäß begeistert, Kontaktinfos gab’s in der Pressemitteilung gleich mit dazu. Übrigens: Wer einmal den Moment erlebt hat, wenn ein Regisseur erkennt, dass sein Name genannt wird, weiß, wie viel menschliche Unsicherheit und echtes Glück in so einer Situation mitschwingen. Zwischen Blitzlichtgewitter und Filmkunst entstehen da Geschichten, die jeder nacherleben kann – unabhängig vom Festivaltrubel.

Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes wurden zwei vom Bayerischen Rundfunk (BR) mitgetragene Projekte ausgezeichnet. Pawel Pawlikowski gewann den Preis für die beste Regie mit seinem vielschichtigen Drama 'Fatherland', das nicht nur künstlerisch, sondern auch gesellschaftlich Diskussionen anstieß, etwa über nationale Identität und Zugehörigkeit – Themen, die gerade in Osteuropa aktuell hochkochen. Der Canal+ Award für den Kurzfilm 'VATERLAND oder Ein Bule Namens Yanto' unterstreicht, wie experimentelle und politische Kurzfilme zunehmend sichtbar werden; insbesondere reflektiert der Film Fragen nach Migration, Identität und Stereotypen, aktueller denn je in der Festival- und Kulturlandschaft 2024. Presse und Öffentlichkeit quittierten die Erfolge mit vergleichsweise breiter Aufmerksamkeit – und die Freude bei den Werkschaffenden war entsprechend groß. Nach zusätzlichen Recherchen ergeben sich folgende Hintergründe: Pawlikowski wird von Kritikern international weiterhin für seine minimalistische, aber tiefgründige Erzählweise gelobt, wobei gerade sein neuestes Werk politisch gelesen wird. Die Kurzfilm-Auszeichnung gilt in Branchenkreisen als Türöffner für weitere Koproduktionen zwischen deutschen und internationalen Partnern, vor allem dank der Sichtbarkeit durch Canal+ auf dem französischen Markt. Zudem stand 2024 das Thema Diversität und Innovation im Filmschaffen verstärkt im Fokus der Branche.

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