Das EU-Dokument ist ein weiterer Beleg dafür, wie sehr sich Europas Blick auf Russland seit dem Überfall auf die Ukraine gewandelt hat: Die Gefahr wird nicht mehr nur als temporär betrachtet, sondern als langfristig festgeschrieben. Russlands Umbau zur Kriegswirtschaft und die systematische Entwicklung strategischer Schlüsseltechnologien lassen in Brüssel offenbar wenig Raum für Hoffnung auf Entspannung. Die Beziehung zu den USA bleibt offiziell eng, doch Unsicherheiten und Distanz wachsen – vermutlich auch wegen der US-amerikanischen Fokusverschiebung hin zu Asien, wie verschiedene Sicherheitsexpert:innen bemerken. Recherchen belegen, dass der aktuelle EU-Gipfel flankiert wird von Warnungen vor russischer Einflussnahme und Cyberangriffen. Deutschland beschleunigt gerade gemeinsam mit Partnern Militärprojekte und betont die Notwendigkeit eigenständiger europäischer Verteidigungskapazitäten. Parallel dazu diskutiert Europa über die Risiken von Desinformation aus Russland, die gezielt politische Risse im Inneren des Kontinents vertiefen soll.
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