Die rhetorische Eskalation scheint fast wie eine gespannte Szene aus einem Politthriller: Laut Trump wären sofort tausende weitere Raketen startklar, falls der Iran tatsächlich versuchen sollte, ihn – den einstigen US-Präsidenten – ins Visier zu nehmen. So zumindest verkündete es Trump entschlossen am Samstag, nachdem Berichte aufgekommen waren, dass der israelische Geheimdienst den USA einen angeblichen Mordplan Teherans gemeldet hatte. Er unterstrich: Die nötigen Anordnungen seien längst erteilt und das US-Militär könne binnen eines Jahres den Iran nahezu vollständig zerstören. Solche martialischen Worte wirken im Kontext der aktuellen Nachrichtenlage wie eine Mischung aus Drohgebärde und Abwehrmechanismus. Wie scharf gemeint sind diese Aussagen eigentlich? Während die politischen Spannungen also weiter hochschwappen, wird gleichzeitig hinter den Kulissen der Gesprächsfaden zwischen Washington und Teheran wieder aufgenommen – auf Bitte Irans, wie Trump sagt. Auch Vermittler aus Ägypten und Katar mahnen zur Rückkehr an den Verhandlungstisch. Beiläufig fiel noch der letzte Vorhang für Irans obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei, der nach mehreren Tagen der Trauerzeremonien zu Grabe getragen wurde. Was wohl in Teheran und Washington nun wirklich hinter verschlossenen Türen diskutiert wird – darüber kann man nur spekulieren.
Trump hat den Ton gegenüber dem Iran erneut verschärft und offen mit massiver Gewalt gedroht, sollte ein Anschlag auf seine Person geplant oder versucht werden. Die jüngsten Drohungen stehen im Zusammenhang mit Berichten über vermeintliche iranische Attentatspläne, die laut Geheimdienstinformationen vorliegen sollen. Interessanterweise bleibt die Tür zu weiteren Gesprächen zwischen den USA und Iran dennoch offen; Vermittler wie Katar und Ägypten appellieren an beide Seiten, eine diplomatische Entgleisung zu verhindern. Neue Berichte in internationalen Medien deuten an, dass die Region im Allgemeinen unter enormer Anspannung steht – vor allem auch angesichts der aktuellen inneren Unsicherheiten im Iran nach dem Tod Chameneis und angesichts eines möglicherweise verschärften US-Wahlkampfs, bei dem das Thema Iran noch eine größere Rolle spielen dürfte. Laut "New York Times" ist die Bereitschaft des US-Militärs, schnell und massiv reagieren zu können, weiterhin sehr hoch. Auch Experten aus Europa warnen vor einer weiteren Eskalation, die die gesamte Region ins Chaos stürzen könnte.