Scharfe Mittelstandsschelte: Feiertags-Streichpläne sorgen für Wirbel

Christoph Ahlhaus, Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft und CDU-Mitglied, geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht – Anlass sind Überlegungen, einen Feiertag zugunsten der Wirtschaft abzuschaffen.

heute 09:03 Uhr | 3 mal gelesen

Mit kaum zu überhörender Frustration hat Christoph Ahlhaus sich gegenüber RTL und ntv geäußert. Die Diskussion, ob ein Feiertag gestrichen werden soll, um die Konjunktur anzukurbeln, bezeichnet er deutlich als 'ziemlich uninspiriert'. Wörtlich sagte er, wenn einer Bundesregierung außer der Streichung eines Feiertags wirklich nichts Besseres einfalle, spreche das Bände – und zwar im negativen Sinn. Titel: Armutszeugnis. Laut Ahlhaus lösen solche Vorschläge vor allem neue Unzufriedenheit aus, anstatt für echte Lösungen zu sorgen. Er betont auch, dass Deutschlands föderaler Aufbau und die damit einhergehende kulturelle Vielfalt keine Nebensache seien. Es klingt ein wenig nach 'Bitte denkt mal nach, statt Reflex-Vorschläge zu machen'. Persönlich bleibt mir da ein mulmiges Gefühl: Feiertage sind mehr als nur ein betriebswirtschaftlicher Kostenfaktor – das scheint manchmal vergessen zu werden.

Die Inhalte machen deutlich: Im Zentrum steht ein Vorstoß aus Reihen der Bundesregierung, durch Streichung eines Feiertages das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Ahlhaus, ein Vertreter des Mittelstandes, lehnt den Gedankengang vehement ab, da er ihn für ideenlos und kontraproduktiv hält, zumal kulturelle Identität und föderale Vielfalt drohen, unter die Räder zu geraten. In aktuellen Recherchen wurde berichtet, dass sich die Debatte in den letzten Tagen zugespitzt hat; mehrere Länderchefs sowie Gewerkschaftsvertreter haben sich ebenfalls kritisch geäußert, weil sie durch diesen Schritt keine strukturelle Verbesserung, sondern weitere Unruhe im ohnehin angespannten Arbeitsmarkt befürchten.

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