Bauministerin hält trotz Widrigkeiten an Ziel fest: Keine Obdachlosigkeit mehr bis 2030

Verena Hubertz, Bundesbauministerin und Mitglied der SPD, bleibt dabei: Das ehrgeizige Vorhaben, Obdachlosigkeit in Deutschland bis 2030 zu beseitigen, steht weiterhin ganz oben auf ihrer Agenda. Selbst angesichts der wachsenden finanziellen Herausforderungen gibt sie dieses Ziel nicht auf.

heute 09:25 Uhr | 2 mal gelesen

Wohnen ist ein Menschenrecht – das betont Ministerin Hubertz entschlossen. Sie macht deutlich: Gerade jene, die auf der Straße landen, dürfen nicht vergessen werden, auch wenn der Wohnungsbau andernorts viel Aufmerksamkeit bekommt. Der Bund investiert immense Summen – konkret 23,5 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren in den Ausbau von günstigem Wohnraum fließen. Aber – und darauf legt Hubertz Wert – nur gemeinsam mit Ländern und Kommunen lässt sich wirklich etwas verändern. Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld sieht Hubertz selbst kritisch. Sie beteuert, das sei keine Herzensangelegenheit, sondern zwangsläufige Folge knapper Kassen. 'Ehrlich gesagt – allen Ministerien geht es mittlerweile so, dass gespart werden muss', räumt sie ein. Gleichzeitig sucht ihr Haus fieberhaft nach Wegen, die Einschnitte abzumildern – selbst wenn das längst nicht reicht, um die Finanzlöcher zu stopfen. Und dann wäre da noch der Vorschlag einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft, der durchaus für Debatten sorgt. Hubertz stellt klar: Es geht nicht darum, eine weitere wuchtige Behörde aus dem Boden zu stampfen. Vielmehr brauche es einfache, entschiedene Lösungen und Tempo – dabei hält sie an dem Plan fest, Aufträge effizient für innovativen Wohnungsbau zu vergeben. Als Gründerin weiß sie: Auch wenn es fast immer schwer ist, zahlt sich Beharrlichkeit manchmal am Ende doch aus.

Hubertz stemmt sich gegen die Wellen der Kritik und hält unbeirrt daran fest, Obdachlosigkeit in Deutschland sei bis 2030 zu besiegen – eine Herkulesaufgabe, für die Bund, Länder und Gemeinden möglichst lückenlos mitziehen müssen. Trotz schmerzlicher Einsparungen beim Wohngeld bleibt ihr Fokus auf Hilfen für die Verwundbarsten der Gesellschaft und auf nachhaltigem Wohnungsbau, gefördert durch milliardenschwere Investitionen. Nach Recherchen zeigt sich in aktuellen Debatten: Die Wohnungsnot spitzt sich regional weiter zu, vielerorts steigen Mieten oder fehlen bezahlbare Alternativen. Initiativen wie das "Housing First"-Projekt werden immer wieder als mögliche Lösungsmodelle genannt, bei denen Betroffene zuerst eine Wohnung und danach strukturierte Hilfsangebote erhalten, was in anderen europäischen Ländern bereits teils erfolgreich praktiziert wurde.

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