Es ist nicht nur Eigeninteresse, das Deutschland und Europa nach Afrika blicken lässt, auch wenn stabile Nachbarländer natürlich immer angenehm sind – es ist vielmehr das Prinzip: Geben und Nehmen, sich austauschen, voneinander profitieren. So beschreibt es jedenfalls Wadephul, der nicht zum ersten Mal afrikanischen Boden betritt. Ganz verschiedenen Herausforderungen begegnen Mauretanien, Nigeria und Südafrika – von prekärer Sicherheit bis hin zu wirtschaftlicher Power. Er spricht über offene Handelswege, faire Kooperation und die Notwendigkeit, die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen sicherzustellen. Außerdem müsse man der Gewalt, die von Extremisten in manchen Regionen ausgeht, entschlossen begegnen, damit Menschen frei leben können. Interessant ist dabei seine Einschätzung: Während Mauretanien als solide im unsicheren Sahelgelände gilt, sieht er Nigeria als wirtschaftlich und politisch tonangebend. Südafrika wiederum – das wurde erst kürzlich in die Riege strategischer Partner aufgenommen – spielt eine besondere Rolle in der Zusammenarbeit.
Wadephul unterstreicht, dass die Beziehungen zu Mauretanien, Nigeria und Südafrika nicht bloße Symbolpolitik sind, sondern handfeste Interessen verfolgen – für alle Seiten. Dabei stehen Fragen rund um faire Wirtschaftsbeziehungen, Sicherheit und politische Stabilität im Fokus der Gespräche. Interessant ist: Recherche ergibt, dass deutsche Außenpolitik in Sachen Afrika zunehmend auf Augenhöhe agieren will, dabei aber mit Herausforderungen wie wachsenden Einflüssen Chinas und Russlands sowie der Unsicherheit in der Sahelregion konkurriert. Neuste Berichte heben hervor, dass sich die EU und Deutschland aktuell verstärkt für mehr Partnerschaftlichkeit und weniger Vormundschaft einsetzen, um ihre Rolle als verlässliche Partner auszubauen.