Unmissverständliche Erwiderung auf AfD-Kritik
Im Interview, das unter anderem im 'Tagesspiegel' aufgegriffen wurde, betont Boden: Solche Zweifel seien aus seiner Sicht abwegig."Die Briefwahl ist nachweislich sicher", stellt er klar. Dabei schwingt sogar ein leiser Frust in seiner Stimme mit – die Hinweise auf Unregelmäßigkeiten hält er für wenig fundiert.Wie sicher ist die Briefwahl wirklich?
Absolute Garantie kann auch Boden nicht versprechen – schließlich arbeiten bei der Auszählung Menschen mit all ihren kleinen Fehlern. Dennoch sei das System praktisch gegen größere Manipulationen abgeschottet, argumentiert er. Schließlich könnte jeder Bürger, jede Bürgerin die Stimmauszählung verfolgen. Da die Auszählungen in aller Offenheit stattfinden, ist Transparenz garantiert – "Die Wahl ist geheim, das Auszählen aber nicht", fasst Boden zusammen.Zwischen Misstrauen und Demokratiegefühl
Eine persönliche Note fügt er auch hinzu: Beim Thema Wahlen ist Boden ein wenig nachdenklich. "Inzwischen nehme ich eine gewisse Verschärfung im Tonfall wahr, wenn über Wahlprozesse gesprochen wird." Das grundlegende Vertrauen scheint zu bröckeln, zumindest bei einigen, und Verschwörungstheorien machen die Runde. Er sei sich nicht sicher, wie viele Menschen tatsächlich glauben, was manchmal im Netz verbreitet wird – wahrscheinlich wenige, aber sie schafften es, die Debatte lauter zu machen. Für Boden ist die eigene Wahlgang-Erfahrung sogar ein kleines Ritual der Demokratie. "Wer wählen geht, hält sich wachsam – und hält die Demokratie am Laufen", sagt er und appelliert daran, nicht nur am System zu zweifeln, sondern es tatkräftig zu unterstützen. Wer ins Wahllokal geht oder Briefwahl nutzt, setzt ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit und für die Gemeinschaft.Christian Boden, der oberste Wahlleiter des Landes Mecklenburg-Vorpommern, weist die Vorbehalte und Misstrauensbekundungen der AfD in Bezug auf die Sicherheit der Briefwahl deutlich zurück und verweist auf das mehrstufige Kontrollsystem, das Manipulationen nahezu unmöglich macht. Trotz der Möglichkeit menschlicher Fehler sorgen unabhängige Prüfungen und die öffentliche Kontrolle bei der Auszählung für Transparenz und ein hohes Maß an Vertrauen. Laut jüngster Berichterstattung etwa auf ZEIT Online nehmen die Vorwürfe rund um Wahlfälschung zwar zu – insbesondere mit Blick auf digitale Kampagnen und Fake News –, bisher haben Prüfungen und Analysen jedoch kein relevantes systematisches Fehlverhalten ans Licht gebracht. Fachleute und Behörden reagieren mit mehr Kommunikation und Transparenz, zum Beispiel durch Einbindung von Bürgern bei der Stimmauszählung. Aktuelle Online-Recherchen zeigen: Kaum eine Wahl wird aktuell so intensiv beobachtet und debattiert wie die Landtagswahlen, vor allem beim Thema Briefwahl und deren Sicherheit. Die Debatte wird sowohl durch politische Polemik als auch durch gesellschaftliche Unsicherheit angeheizt, losgelöst von nachweisbaren Vorfällen. Deutschlands Wahlrecht, so verschiedene Leitartikel, wird stetig überprüft und gegebenenfalls überarbeitet, wobei Experten weiterhin von hoher Sicherheit sprechen.