Röwekamp sieht im angekündigten US-Truppenabzug einen Wendepunkt und mahnt, dass Europa seine militärische Souveränität stärken muss. Er hält den Aufbau eigenständiger Fähigkeiten für möglich, aber nicht kurzfristig, und pocht auf enge Abstimmung mit den Vereinigten Staaten in der Übergangsphase. Aktuelle Recherchen verdeutlichen: Die Debatte um Europas Verteidigungsautonomie ist durch den sich abzeichnenden Richtungswechsel in der US-Politik wieder hochaktuell – verschiedene Stimmen in Politik und Medien schlagen teils Alarm, teils sehen sie historische Chancen, das transatlantische Gefüge neu auszubalancieren. Nach jüngsten Berichten steht insbesondere die Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie, die Stärkung gemeinsamer Kommandostrukturen und die Frage nach politischem Leadership im Zentrum der Diskussion. Zudem wurde bekannt, dass mehrere EU-Staaten kurzfristige Modernisierungsprojekte für ihre Streitkräfte angekündigt haben, während Deutschland unter anderem ein Viertel seines Sondervermögens für Beschaffungen ausgegeben hat. Verteidigungspolitisch bleibt die Unsicherheit groß, zumal in den USA die politische Richtung nach den kommenden Präsidentschaftswahlen offen ist.