Eine Studie vom Berliner Ableger der Rockwool Foundation sorgt für neue Schlagzeilen zum Thema Arbeitsmarktintegration: Laut deren Analyse – sie beruft sich auf aktuelle Eurostat-Zahlen – hat sich die Erwerbstätigenquote von Migranten, insbesondere aus Nicht-EU-Staaten, in den letzten Jahren spürbar erhöht. 2025 kamen sie EU-weit auf 68,2 Prozent und damit auf ein Allzeithoch. Das Interessante daran: Besonders deutlich ist der Zuwachs bei Menschen aus Drittstaaten – hier stieg die Quote seit 2017 um stolze 6,6 Prozentpunkte. Und: Auch im Vergleich zu den Einheimischen legen sie kräftig zu, wenngleich die Zahlen zwischen den europäischen Ländern variieren wie das Wetter im April.
Nehmen wir beispielsweise Malta – dort sind mit 83,7 Prozent besonders viele Migranten aus Nicht-EU-Staaten in Lohn und Brot, in Belgien dagegen kommt gerade mal jeder zweite auf einen Job. Für Deutschland landete die Quote 2025 bei 66,1 Prozent. Klingt erst mal nach Erfolgsstory – so zumindest sieht das Christian Dustmann, Direktor des Forschungszentrums, und betont den generellen Integrationsfortschritt. Aber: Noch sind die Qualifikationen vieler Zuwanderer unter Wert beschäftigt. Das ist doppelt ärgerlich, denn der Fachkräftemangel könnte eigentlich mit richtigen Anerkennungsverfahren und weniger Bürokratie deutlich abgemildert werden.
Immer mehr Zugewanderte finden in der EU Arbeit, wobei die Beschäftigungsrate 2025 einen Spitzenwert erreichte. Auffällig ist der starke Anstieg bei Migranten aus Nicht-EU-Staaten, besonders in Ländern wie Malta oder Irland. Gleichzeitig besteht ein zentrales Problem darin, dass viele gut ausgebildete Migrant:innen beruflich unterfordert bleiben, weil ihre Abschlüsse nicht problemlos anerkannt werden – daran entzündet sich aktuell viel Kritik in politischen und wissenschaftlichen Kreisen. Die OECD hat diese Woche auf einen neuen Bericht hingewiesen, der für Deutschland eine stärkere Förderung von Sprachkenntnissen und flexiblere Qualifikationsanerkennung empfiehlt. Die Tagesschau zitiert Arbeitsmarktforscher, die betonen, dass Einwanderung ein zentraler Faktor für die Stabilität von Sozial- und Rentensystemen werden dürfte.