Neues Atomabkommen zwischen USA und Saudi-Arabien sorgt für Gesprächsstoff

Washington und Riad haben einen Deal geschlossen, wonach Saudi-Arabien künftig ein ziviles Atomenergiekonzept umsetzen darf – unter amerikanischer Beteiligung.

heute 07:31 Uhr | 3 mal gelesen

Offiziell spricht das US-Energieministerium von einer "friedlichen nuklearen Partnerschaft" – ein Begriff, der vielleicht harmloser klingt als er ist. Amerikanische Firmen erhalten künftig den Fuß in die Tür beim Aufbau und Betrieb von Atomtechnologien auf saudischem Boden. Auch wenn man die Details der Vereinbarung bislang hinter verschlossenen Türen hält, sickert durch: Saudi-Arabien dürfte demnach irgendwann Uran anreichern. Technisch gesehen ein Doppelschneide-Schwert, denn Urananreicherung öffnet nicht nur Tür und Tor für zivile Reaktoren, sondern auch – sofern gewollt – für militärische Programme. "Saudi-Arabien bekommt keine Atomwaffen auf diesem Weg", beteuert US-Energieminister Chris Wright, doch einige Experten schlucken das Statement eher mit Skepsis. Besonders in einer Region, wo das Gleichgewicht ohnehin schon fragil ist, birgt ein solches Novum gewisse Risiken. Unabhängig davon ging gleichzeitig noch ein weiteres Abkommen an den Start: Ein bilateraler Sicherheitspakt, der die Partnerschaft auf mehrere Jahrzehnte und Milliardenhöhe anlegt. In Riad sieht man das Ganze als konsequente Fortsetzung der bisherigen Energiekooperationen. Für andere bleibt eine leise Unruhe zurück: Ist das ein Schritt Richtung Stabilität – oder eher ein neuer Brennpunkt für geopolitische Spannungen?

Die USA und Saudi-Arabien haben ein umfassendes Abkommen geschlossen, das amerikanischen Firmen Zugang zum zukünftigen Atommarkt im Königreich verschafft und Saudi-Arabien grundsätzlich die Möglichkeit zur Urananreicherung eröffnet – ein Schritt, der regionale Beobachter und Nichtverbreitungsexperten wachsam werden lässt. Aus Sicht Washingtons und Riads dient der Pakt vorwiegend wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zielen und soll zugleich strikte Kontrollen enthalten, um einen atomaren Rüstungswettlauf zu verhindern. In aktuellen Medienberichten wird betont, dass diese Annäherung nicht nur wirtschaftliche Kooperationen intensiviert, sondern auch im Schatten geopolitischer Machtverschiebungen im Nahen Osten steht, insbesondere vor dem Hintergrund der sich wandelnden Beziehungen zwischen den USA, Iran und Israel. Erweiterte Einordnungen aus aktuellen Nachrichten zeigen, dass diese Vereinbarungen auch Verhandlungsmasse sind, etwa für mögliche Normalisierungen saudisch-israelischer Beziehungen. Laut DW steht das Atomabkommen im Zusammenhang mit einem größeren geopolitischen Puzzle, einschließlich US-Sicherheitsgarantien und dem Druck auf Saudi-Arabien, seine Annäherung an Israel voranzutreiben (Quelle: [DW.com](https://www.dw.com)). Die taz hebt hervor, dass der Schritt in Washington durchaus für Kritik sorgt: Es gibt parteiübergreifend Bedenken, ob das Nichtverbreitungsregime damit ausgehöhlt werden könnte (Quelle: [taz.de](https://taz.de)). SPIEGEL.de berichtet zudem, dass regionale Rivalen wie der Iran diese Entwicklung mit Sorge betrachten und neue, vielleicht unerwünschte Dynamiken beim Thema Atomwaffen erwarten (Quelle: [spiegel.de](https://www.spiegel.de)).

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