Was Bußgelder bei Verstößen gegen die Mittagsregel an deutschen Zapfsäulen angeht, schlägt Zorn einen raueren Ton an. Es brauche deutlich mehr Konsequenz seitens der Bundesländer, um geltendes Recht durchzusetzen. Schließlich seien die Bußgelder ja nicht zum Spaß da.
Gleichzeitig drängt Zorn auf mehr Aufsicht durch das Bundeskartellamt – die Mineralölkonzerne müssten jetzt beweisen, dass ihre Preise nicht aus dem Ruder laufen. Hier sieht er Fortschritte: Das Kartellamt soll zügiger und kompromissloser kontrollieren. Zorn bleibt unbequem – vielleicht auch, weil er ahnt, dass das Thema jeden an der Zapfsäule trifft.
Armand Zorn, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, will die Einführung eines Spritpreisdeckels trotz Widerstands nicht aufgeben. Luxemburg dient ihm dabei als positives Beispiel, da dort politisch regulierte Spritpreise für niedrigere Kosten sorgen. Neben einer konsequenteren Umsetzung von Bußgeldern bei Preisverstößen fordert Zorn, das Bundeskartellamt solle zum Schutz der Verbraucher strenger und schneller gegen überhöhte Preise vorgehen. In den letzten beiden Tagen wurde öffentlich, dass der Bund ebenfalls über weitere Regulierungen berät, da die Spritpreise trotz gesunkener Rohölkosten vielerorts zu hoch geblieben sind. Kritiker merken jedoch an, dass ein Preisdeckel das Marktgefüge stören und gegebenenfalls Versorgungsprobleme verursachen könnte. Außerdem gibt es Berichte, dass Nachbarländer wie Österreich verstärkt auf Überwachung und Transparenz setzen, statt auf klassische Preisobergrenzen.