Geheilter Ebola-Patient verlässt die Charité in Berlin

Ein US-Bürger, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hatte, konnte nach erfolgreicher Therapie die Charité verlassen. Die Klinik bestätigte am Samstag, dass er nun gesund ist und die Isolation aufgehoben wurde.

heute 15:51 Uhr | 2 mal gelesen

Am 20. Mai wurde bei einem amerikanischen Staatsbürger in Berlin das seltene Bundibugyo-Ebolavirus festgestellt. Daraufhin kam er sofort auf die spezielle Isolierstation der Charité. Die Symptome waren anfangs heftig, besserten sich aber mit antiviralen Medikamenten und unterstützenden Therapien rasch – ein Hoffnungsschimmer schon nach wenigen Tagen. Ab dem 30. Mai zeigten Kontrolle und PCR-Tests: kein Virus mehr nachweisbar. Nach 72 Symptom-freien Stunden und negativen Tests wurde die Isolation schließlich beendet. Nicht zu vergessen: auch fünf enge Familienangehörige des Patienten waren in Quarantäne, blieben jedoch symptomfrei und das Virus konnte bei ihnen nicht nachgewiesen werden. Richtig Erleichterung gab es, als die Quarantäne nach genau 21 Tagen aufgehoben werden konnte – kein einziger Krankheitsfall unter ihnen.

Der Fall zeigt eindrücklich, wie wichtig eine schnelle Diagnose und spezialisierte medizinische Versorgung bei seltenen Viruskrankheiten sind. Die Charité setzte auf Kombinationstherapien und strikte Überwachung, was offenbar einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Behandlung hatte. Laut aktuellen Medienberichten bleiben solche Erkrankungen zwar in Europa selten, aber Mobilität und globaler Handel erhöhen die Wahrscheinlichkeit eingeschleppter Infektionen. Besonders bemerkenswert ist, wie engmaschig Kontaktpersonen überwacht und geschützt werden, auch psychologisch ist das für Patienten und Angehörige eine enorme Belastung. In den vergangenen 48 Stunden wurde Ebola zwar nicht erneut in Deutschland gemeldet, aber internationale Gesundheitsämter warnen, dass globale Wachsamkeit weiterhin geboten ist.

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