Neue Strategie für Start-ups: Fokus auf Rüstung, Kapital und Innovation

Die Bundesregierung zieht die Schrauben an: Mit einer überarbeiteten Start-up-Strategie soll jungen Firmen der Zugang zu Kapital erleichtert werden – insbesondere für Innovationen im Bereich Verteidigung.

heute 18:32 Uhr | 2 mal gelesen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bringt es auf den Punkt – am fehlenden Geld scheitert es in Deutschland eher nicht, sondern daran, dass es falsch verteilt oder schlicht zu zaghaft investiert wird. "Kapital ist da, aber es sucht sich zu selten innovative Start-ups", äußerte sie gegenüber den Medien 'Welt' und 'Gründerszene'. Ein Blick nach Übersee: Dort wandern rund 0,8 Prozent der Wirtschaftsleistung in Wagniskapital – Deutschland dümpelt bei mageren 0,15 Prozent. Reiche setzt hier an: Mehr privates Geld soll in Start-ups, unterstützt durch neue Anlageoptionen für die private Altersvorsorge – ein Schritt, der erstmals offiziell verankert werden soll. Ein deutliches Signal geht diesmal an Start-ups im Rüstungssegment – ein politisch aufgeladener Bereich, der selten im Mittelpunkt des Gründungsdiskurses steht. Der Staat will an innovativen Sicherheits- und Verteidigungsfirmen wie Quantum Systems, Tytan oder Stark selbst mitmischen. Konkret: Mit Hilfe der KfW sollen direkte Beteiligungen möglich werden; neue Instrumente erlauben dem Bund, gezielt in Unternehmen zu investieren, die dual nutzbare Technologien entwickeln. Derzeit machen einige dieser jungen Firmen vor, wie rasant neue Lösungen entwickelt und getestet werden können – da können selbst eingeführte Konzerne manchmal nicht mithalten. Um dem Ganzen Rückenwind zu verschaffen, verdoppelt die Bundesregierung die zugesicherten Mittel der "WIN-Initiative" auf über 25 Milliarden Euro, damit frisches Risikokapital für Gründer eben nicht mehr die große Ausnahme bleibt.

Mit der neuen Start-up-Strategie der Bundesregierung sollen Innovationen und Unternehmertum gezielter gefördert werden, indem der Zugang zu Kapital – insbesondere Wagniskapital – erleichtert wird. Erstmals wird Wagniskapital als möglicher Bestandteil privater Altersvorsorge anerkannt, und ein besonderer Fokus liegt auf dem Bereich Sicherheit und Verteidigung: Junge Firmen mit entsprechendem Technologiepotenzial erhalten nun eine stärkere staatliche Unterstützung, inklusive direkter Beteiligungen über die KfW. Laut aktuellen Medienberichten (beispielsweise Spiegel oder FAZ) stößt das sowohl auf Zustimmung als auch auf Skepsis: Während Wirtschaftsverbände den Schub für Innovation begrüßen, wird die Betonung des Rüstungsschwerpunkts von manchen als ethisch fragwürdig angesehen und löst Debatten über Deutschlands Rolle in der globalen Verteidigungsindustrie aus. Darüber hinaus berichten verschiedene Medien von einer anhaltenden Zurückhaltung privater Investoren, trotz staatlicher Anreize, und der Hoffnung, dass durch die überarbeitete Strategie tatsächlich mehr Risikokapital für heimische Start-ups mobilisiert wird.

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