Streikaufruf am BER: Verdi setzt ein Zeichen

Mittwoch bleibt es am Flughafen BER wohl nicht beim normalen Treiben – Verdi ruft Beschäftigte zu einem Warnstreik auf.

heute 15:00 Uhr | 4 mal gelesen

Die laufenden Tarifgespräche zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern am Berliner Flughafen BER geraten ins Stocken. Offenbar wurden die Erwartungen der Beschäftigten enttäuscht. Die Gewerkschaft moniert, dass die Arbeitgeberseite ein Angebot vorgelegt habe, das sie schlichtweg nicht akzeptabel finden kann – praktisch eine Nullnummer in den Augen vieler Beschäftigter. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler betont, wie sehr die Angestellten tagtäglich den Betrieb sichern, und dass ein differenzierter Lohnabschluss überfällig sei. Die aktuell vorgeschlagene Staffelung: Zunächst gar keine Erhöhung, dann peu à peu minimale Steigerungsraten über mehrere Jahre. Da hilft auch keine rhetorische Schönfärberei – eine Provokation, findet die Gewerkschaft. Nun also Warnstreik – ausgerechnet mitten in der Woche. Die nächste Verhandlung ist erst für den 25. März terminiert.

Verdi ruft für Mittwoch zu einem Warnstreik am Flughafen BER auf, nachdem die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag ins Stocken geraten sind. Trotz eines Angebots der Arbeitgeberseite, das eine schrittweise Lohnerhöhung bis 2028 vorsieht – beginnend mit einer Nullrunde und sehr moderaten Erhöhungen –, wies Verdi dies als unzureichend zurück. Die Folge: Am kommenden Mittwoch werden erhebliche Beeinträchtigungen am Flughafen erwartet. Auch andernorts in Deutschland sorgen in der Luftfahrtbranche Streiks und Tarifkonflikte derzeit für Unsicherheiten. Politisch wird darüber hinaus diskutiert, wie angemessene Arbeitsbedingungen für systemrelevante Berufsgruppen aussehen sollten. Weiterhin werden Forderungen nach schnellerer Einigung und mehr Kooperationsbereitschaft laut.

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