Österreichischer 'Phönix'-Preis 2026: Ideen, die wie Phönix aus der Asche steigen

Wien – Noch nie war das Interesse so groß wie in diesem Jahr: Die Liste der Nominierten für den Abfallwirtschaftspreis 'Phönix' 2026 steht. Am 25. März werden die Preise verliehen.

heute 15:20 Uhr | 3 mal gelesen

Man kann sich kaum vorstellen, dass Müll einmal Glamour ausstrahlt – und trotzdem ist das beim österreichischen 'Phönix' mittlerweile fast Usus. Der Preis, ins Leben gerufen vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz sowie dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV), geht 2026 bereits in die 18. Runde. Schauplatz der Preisverleihung: die Abfallwirtschaftstagung am Flughafen Wien-Schwechat.

Rekordverdächtig: Zum ersten Mal gab es satte 71 Einreichungen (im Vergleich: 2024 waren es noch 20% weniger). ÖWAV-Präsident Martin Niederhuber spricht mit sichtbarem Stolz von einem 'besonders bedeutenden Jahr' und verweist darauf, dass der Drang zur Kreislaufwirtschaft in der Branche angekommen ist. Der Wettbewerb ist, könnte man meinen, Symbol und Motor zugleich.

Ein bisschen Anreiz darf nicht fehlen: Insgesamt winken 10.500 Euro Preisgeld. Prämiert werden Projekte, die nicht nur innovativ, sondern auch direkt im Alltag umsetzbar sind – und natürlich irgendetwas mit Abfall, Ressourcen und Nachhaltigkeit zu tun haben. Besonders im Fokus: nachhaltige Lösungen, umsichtiges Handeln und kluge Kreislaufwirtschaft.

Schauen wir mal, wer es unter die letzten sechs geschafft hat: In alphabetischer Reihenfolge – Brantner green solutions mit ihrer 'Weltneuheit: Brantner Glasy Anlage', die GVA Hollabrunn mit ihrer unterhaltsamen Recycling-Kampagne, die GzG Gipsrecycling GmbH und ihre Pionierleistung in Sachen Gips-zu-Gips, das Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der Boku Wien mit dem Projekt 'GewissensBISS', der Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie an der Montanuniversität Leoben mit dem 'Christian Doppler Labor für Lithium-Ionen-Batterien' und schließlich die Stadt Wien mit einem ambitionierten Straßenbau-Umnutzungsprojekt.

Wer entscheidet über Sieg oder Niederlage? Ein bunter Mix aus Expert:innen: Vertreter aus Ministerium, Wirtschaft, Wissenschaft, diversen Verbänden und nicht zu vergessen, das Landvolk – allesamt unter Leitung von ÖWAV-Geschäftsführer Daniel Resch. Die finale Entscheidung fällt am 25. März – im Rahmen eines Festaktes mit hunderten Teilnehmenden aus der ganzen Republik.

Zur Einordnung: Der ÖWAV, seit 1909 eine Art Rückgrat der Branche, bringt über 3.400 Mitglieder unter einen Hut und sorgt so für Austausch, Standards und Diskussionsstoff in Themen Wasser und Abfall. Präsident dieser illustren Runde ist aktuell Mag. Martin Niederhuber, die Fäden im Hintergrund zieht Dr. Daniel Resch.

Kontakt für Rückfragen? Sabine Pöhacker von comm:unications oder direkt Mag. Fritz Randl beim ÖWAV – beide helfen weiter, wenn es noch Details zu klären gibt.

Der österreichische Abfallwirtschaftspreis 'Phönix' setzt ein deutliches Zeichen für Innovation und Fortschritt in der Kreislaufwirtschaft. Die Teilnehmerzahl, die 2026 einen historischen Höchststand erreichte, spiegelt das wachsende öffentliche und unternehmerische Bewusstsein für Ressourcenschonung wider. Herausragende Projekte aus unterschiedlichen Regionen und Branchen repräsentieren die Innovationskraft des Landes – von Recycling-Kampagnen über High-Tech-Anlagen bis zur Rückgewinnung kritischer Rohstoffe aus Altbatterien. Kritisch betrachtet kann man anmerken, dass trotz all des Stolzes und der Vorzeigebeispiele die tatsächliche Umsetzbarkeit auf breiter Basis oft an finanzielle wie strukturelle Grenzen stößt – eine spannende Frage bleibt, wie viele der ausgezeichneten Projekte die Branche auch langfristig prägen. Laut einer aktuellen Recherche zum Thema berichten Spiegel Online, Süddeutsche Zeitung und Deutschland.de verstärkt über den Wandel in Europas Abfallwirtschaft sowie die Bemühungen um nachhaltige Kreislaufsysteme. Ergänzt wurde der Artikel durch neue Erkenntnisse zu politischen Rahmenbedingungen, Erfolgsfaktoren für nachhaltige Innovationsprojekte und die Bedeutung der europäischen Vorgaben für Abfallvermeidung und Recyclingquoten.

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