Das Thema Leihmutterschaft bleibt in Deutschland weiterhin ein politisch und ethisch zerrissenes Feld, das selbst die Expertinnen und Experten spaltet. Die Argumente der Gegner reichen von potenzieller Ausbeutung und psychischem Druck bis hin zu schwer kontrollierbaren Risiken – insbesondere für die beteiligten Frauen, aber auch für die Interessen des Kindes. Gleichzeitig zeigen internationale Vergleiche wie das italienische Beispiel, dass auch ein rigoroses Verbot seine Tücken hat und der gesellschaftliche Druck, Regelungen zu finden, weiterhin wächst. In Deutschland steht eine grundlegende gesetzliche Änderung nicht unmittelbar an, aber an manchen Stellen, etwa in der FDP oder innerhalb frauen- und familienpolitischer Debatten, mehren sich Stimmen, die zumindest eine offene Prüfung des altruistischen Modells fordern – gerade angesichts der steigenden Zahl an Auslands-Leihmutterschaften. Auch internationale Entwicklungen sowie Veränderungen in gesellschaftlichen Werthaltungen dürften langfristig einen Wandel der Debatte anstoßen.