AfD hält weiterhin höchste Zustimmung im Forsa-Ranking – Union bleibt abgeschlagen

Die jüngste Forsa-Umfrage zeigt erneut: Die AfD bleibt stabile Nummer Eins im Ranking der Parteien – mit Abstand vor der Union.

heute 14:28 Uhr | 6 mal gelesen

Man reibt sich beinahe die Augen: Keine Woche ohne Forsa-Update, und es bleibt alles beim Alten – zumindest an der Spitze. Die AfD steht wie eh und je bei 26 Prozent, kein Zucken, kein Wanken. Die Union schleppt sich mit 22 Prozent hinterher. Überhaupt, an der ganzen Farbpalette deutscher Parteienlandschaft hat sich praktisch nichts gerührt. Die Grünen verharren weiter bei 16 Prozent, SPD und Linke – beide exakt auf zwölf Prozent. Nur die FDP kratzt mit vier Prozent an der Bedeutungslosigkeit. Wirklich auffällig aber: Fast jeder Dritte will entweder gar nicht wählen oder weiß schlicht nicht, für wen (27 Prozent!). Das ist schon bemerkenswert – im Vergleich zur letzten Bundestagswahl ein echtes Plus an Unentschlossenheit. Fragt man nach Personen und Kompetenz, gibt’s beinahe so etwas wie Gleichstand: AfD und Union halten sich mit zwölf Prozent jeweils die Waage, wenn es darum geht, wem die Deutschen Lösungskompetenz zuschreiben würden. Grünen, SPD und Linke traut das kaum jemand zu – Werte allenfalls im unteren einstelligen Bereich. Dramatisch niedrig bleibt derweil die Zufriedenheit mit dem Kanzleramt, geführt von Friedrich Merz: Gerade mal 14 Prozent sind noch überzeugt von seiner Arbeit, das Urteil der anderen 85 Prozent ist deutlich skeptisch – ob zu Recht oder nicht, bleibt offen.

Die Umfragewerte der AfD stagnieren auf hohem Niveau, was wohl an der wachsenden Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien liegt. Betrachtet man die Meinungsforschungstrends der letzten Wochen, so spiegelt sich in der hohen Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen eine generelle politische Frustration wider. Interessanterweise bleibt die Einschätzung der Problemlösungskompetenz quer durch alle Parteien außergewöhnlich niedrig – am ehesten schneiden hier noch AfD und Union ab, was viele Beobachter als Warnsignal interpretieren. Der schwache Rückhalt für Friedrich Merz als Kanzlerkandidat unterstreicht zudem das Dilemma der Union, sich nicht als glaubwürdige Alternative zu präsentieren. Die politische Lage bleibt insgesamt volatil und von Unsicherheiten geprägt, insbesondere vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Spannungen und europäischer Krisen.

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