Olaf Scholz, ehemaliger Bundeskanzler, hat sich bislang nicht dazu geäußert, wer sein Porträt für die bekannte Kanzlergalerie im Berliner Kanzleramt anfertigen wird. Die Tradition sieht vor, dass jeder frühere Kanzler auf diese Weise verewigt wird, wie jüngst wieder anhand von Angela Merkels Porträt zu sehen war – ihr Bild wurde nun, mit bemerkenswertem Zeitverzug, erstmals vorgestellt. Laut Berichten wurde das Kunstwerk im Bode-Museum ausgestellt und soll im Herbst ins Kanzleramt übersiedeln; bisher ranken sich aber auch Diskussionen um die Auswahl der Künstler und um die Frage, ob und wie Politiker in diesen Bildern inszeniert werden sollten. – Im Zusammenhang damit gibt es Debatten um Bildsprache, Symbolik und die gesellschaftliche Bedeutung solcher Staatsgemälde. Interessanterweise reflektiert die Auswahl der Maler oft auch politische oder ästhetische Präferenzen der Portraitierten, was wiederum Rückschlüsse auf das Selbstbild der jeweiligen Amtsinhaber erlaubt. Aktuelle Recherchen zu dem Thema ergeben außerdem: Angela Merkels Porträt, erschaffen von dem Künstler Lars Eidinger, war Gegenstand großer medialer Aufmerksamkeit, da viele die ungewöhnliche Darstellung bemerkten (sie lehnte an eine Wand, Händchen in den Taschen, ziemlich untypisch). Über Scholz’ mögliche Vorlieben und Vorstellungen gibt es noch keine öffentlichen Hinweise – spekuliert wird aber durchaus schon jetzt, ob er sich für einen modernen Ansatz oder eine eher klassische Darstellung entscheiden wird.
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