Wer hätte das gedacht? Da steht Kap Verde, frisch auf der WM-Bühne, und nimmt ausgerechnet den Giganten Spanien ins Kreuzverhör. Von Beginn an dominierten die Iberer zwar Ball und Raum – ein vertrautes Bild eigentlich – aber von richtiger Durchschlagskraft fehlte oft jede Spur. Im Gegenteil: Die Elf von der Atlantikküste ist zwar für ihr beherztes Abwehrspiel bekannt, aber wie konzentriert und im Kollektiv sie die Räume zumachten, überraschte dann doch. Spanien probierte und probierte, vor allem über die Außen, aber irgendwie wirkte das alles wie ein Uhrwerk, in dem ein Zahnrad hakte.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Drehbuch ähnlich: Spaniens Druck und Drang, Kap Verdes Beharrlichkeit. Highlight: Torwart Vozinha rettet mehrfach in höchster Not, als ob er mit Magneten die Bälle anzöge. Von den spanischen Joker-Einwechslungen, etwa Lamine Yamal oder Nico Williams, erhoffte man sich ein Wunder – kam aber wenig. Kurz vor Schluss wurde es ein wenig hektisch. Doch auch die letzte kleine Lücke nutzten die „Blauen Haie“ clever, Zeit für ein Tor war am Ende nicht mehr. Einen Punkt gegen Spanien, das fühlte sich für Kap Verde wie ein kleiner Pokal an. Und Spanien? Kopfschüttelnd auf dem Weg in die Kabine. So läuft eben manchmal Fußball – Erwartungen sind keine Verabredungen.
Spanien ist am ersten Spieltag der Fußball-Weltmeisterschaft gegen ein tapfer kämpfendes Kap Verde nicht über ein torloses Unentschieden hinausgekommen. Trotz massiver Überlegenheit im Ballbesitz und zahlreichen Abschlüssen konnten die Iberer das dichte Abwehrnetz des Gegners nicht knacken – besonders hervorzuheben ist die Leistung von Torhüter Vozinha. Experten und Fans diskutieren nun über die mangelnde Effizienz der Spanier, während Kap Verde diesen historischen Erfolg als Beleg für den Aufstieg des afrikanischen Fußballs feiert.
Jüngste Recherchen zeigen, dass Spanien nach dem Spiel unter erheblichem Druck steht, zumal Gruppenkonkurrenten unerwartet stark aufspielen. Kap Verde, von vielen bereits vor dem Turnier abgeschrieben, hofft jetzt sogar auf das Erreichen der K.o.-Phase. Die internationale Presse sieht in dieser Punkteteilung einen Fingerzeig, dass das Kräfteverhältnis bei dieser WM in Bewegung geraten könnte.