Wall Street hebt ab: US-Iran-Annäherung beflügelt die Märkte

Ein seltener Tag der Euphorie an den US-Börsen: Der Dow Jones verbuchte am Montag einen ordentlichen Sprung nach oben. Vor Börsenschluss notierte er bei 51.671 Punkten – ein Plus von knapp einem Prozent. Besonders die – noch recht frische – US-Iran-Vereinbarung drehte die Stimmung an der Wall Street.

15.06.26 22:15 Uhr | 8 mal gelesen

Obwohl noch viele Details offen sind, hoffen Investoren bereits auf die für Freitag angekündigte mögliche Öffnung der Straße von Hormus. Das klingt nach Hoffnung verkauft in Paketen: Sollte sich die Situation entspannen, könnten Rohstoffmärkte durchatmen und vielleicht auch der Druck auf die US-Notenbank in Sachen Zinspolitik nachlassen. So zumindest das Gespräch am Börsentresen – sicher ist freilich nichts. Der Euro zeigte sich derweil etwas angeschlagen und rutschte auf 1,1587 US-Dollar – Dollar-Käufer freuten sich, ein Euro bringt jetzt nur noch 0,8630 US-Dollar. Gold hingegen glänzte wie eh und je bei Unsicherheiten und kletterte auf 4.319 US-Dollar je Feinunze, ein sattes Plus. Öl dagegen verlor deutlich: Die Nordsee-Sorte Brent fiel um über vier Prozent und lag abends nur noch bei 83,75 US-Dollar pro Fass. Die klassische Achterbahnfahrt – aber mit Rückenwind für die Börsianer.

Die Börsen jubeln, aber wie nachhaltig ist die neu entflammte Zuversicht? Beobachter sehen vor allem in der möglichen Öffnung der Straße von Hormus einen Auslöser, weil sie Unsicherheiten aus dem globalen Energiehandel nehmen würde – und das beeinflusst nicht nur den Ölpreis, sondern auch geldpolitische Entscheidungen. Neben den in New York gestiegenen US-Börsen wurde ein starker Goldpreis und ein fallender Ölpreis beobachtet – Gold als sicherer Hafen, während Öl durch die Aussicht auf Entspannung günstiger wurde. Laut aktuellen Berichten von renommierten Nachrichtenportalen halten sich die Reaktionen an den europäischen Märkten noch in Grenzen, da viele Anleger abwarten, ob die Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran tatsächlich Bestand hat. Hinzu kommt die Erwartung, dass die amerikanische Fed durch sinkende Energiepreise etwas mehr Spielraum für Zinssenkungen bekommen könnte.

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