Die Debatte um das Weisungsrecht für Staatsanwaltschaften flammt erneut auf – nicht zuletzt, weil in Deutschland die AfD an Zulauf gewinnt und Zweifel an der politischen Neutralität der Justiz lauter werden. Nach Ansicht von Experten ist das bestehende System angreifbar: Schon kleine Änderungen der politischen Konstellation könnten dazu führen, dass Minister direkten Einfluss bis in Ermittlungen hineinnehmen – ein Szenario, das viele bedenklich finden (siehe auch die Einschätzung der Legal Tribune Online und vergl. taz). Die Diskussion wird zudem durch die Kritik des Europäischen Gerichtshofs befeuert, der Deutschlands Praxis für zu lückenhaft hält und auf mehr staatsanwaltschaftliche Autonomie pocht. Aktuell gibt es keine einheitliche Linie, doch der öffentliche Druck auf Gesetzgeber und Regierung wächst stetig. Weitere Details laut Recherchen: - Nach Informationen aus aktuellen Berichten ist das Thema politischer Einfluss verstärkt Gegenstand politischer Talkshows und Redaktionsanalysen; verschiedene Länder innerhalb Europas haben bereits ein deutlich restriktiveres Weisungsrecht eingeführt (vergl. etwa Italien oder Frankreich). - Die Bundesregierung prüft laut FAZ, ob und wie eine Reform konkret aussehen könnte, es gebe aber erhebliche Widerstände in bestimmten Landesregierungen wegen der föderalen Zuständigkeiten. - Rechtsstaatsorganisationen und NGOs sehen ein strukturelles Risiko: Solange die Entscheidung über eine Strafverfolgung nicht vollständig in unabhängiger Hand liegt, bleibt das System grundsätzlich beeinflussbar und eine Manipulation – zumindest theoretisch – immer denkbar.