Künftig müssen Streaminganbieter und Fernsehsender mindestens acht Prozent ihres jährlichen Umsatzes in den deutschen Film investieren – klingt erst mal nach einer etwas sperrigen Zahl, aber für die Branche steckt ordentlich Sprengstoff drin. Abgesehen von der Quote selbst sieht das Kabinett auch Unterquoten vor: Ein Teil der Gelder muss explizit in deutschsprachige Produktionen, unabhängige Produzenten und neue Projekte gehen. Das Gesamtpaket bündelt sowohl die auf 250 Millionen Euro gestiegene Bundes-Filmförderung als auch die jährlichen Töpfe der Filmförderungsanstalt – zusammen mit den Ländern sind über 300 Millionen Euro jährlich drin.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gab sich dabei euphorisch: Das Paket sei ein "Filmbooster" und stelle einen echten Sprung im internationalen Wettbewerb dar. Man nimmt die Streamingdienste und Sender aber auch an die Kandare – mit einer kleinen Öffnung: Wer mehr als zwölf Prozent seines Umsatzes investiert, bekommt mehr Flexibilität bei den sonst strengen Vorgaben. Das Ziel? Unterm Strich soll die deutsche Filmwirtschaft größere Planungssicherheit bekommen, gleichzeitig wird unabhängigen Produzenten der Rücken gestärkt und europäischen Inhalten mehr Sichtbarkeit verschafft. Lars Klingbeil betonte dazu noch, dass die deutsche Filmkultur nicht nur geschützt, sondern wirklich auf Zukunft getrimmt werden solle. So richtig fertig gedacht fühlt sich das alles vielleicht noch nicht an – am Ende bleibt immer das Ringen zwischen künstlerischer Freiheit und wirtschaftlicher Verlässlichkeit.
Die neue Investitionspflicht für Streamingdienste und Sender soll die deutsche Filmbranche stärken, indem sie verpflichtend acht Prozent ihres Umsatzes in nationale Produktionen lenken. Regierungsvertreter betonen, dass diese Maßnahme Teil eines größeren Infrastrukturboosters ist, der den Filmstandort international attraktiver machen und unabhängige, ideenreiche Produzenten stärker fördern soll. Kritiker merken allerdings an, dass solche Quoten zwar Impulse setzen können, aber manchmal auch zu unerwarteten Marktverzerrungen oder Bürokratie führen – ob es den gewünschten Boom gibt, bleibt also abzuwarten.
Recherchen ergeben, dass auch andere Länder – etwa Frankreich und Italien – vergleichbare Investitionspflichten bereits eingeführt haben, was den internationalen Wettbewerb verschärft. Laut [Spiegel.de](https://www.spiegel.de) und [FAZ.net](https://www.faz.net) gibt es dabei immer wieder Debatten über die Balance zwischen Förderauflagen und kreativer Freiheit. Die Frage ist also, wie Streaminganbieter darauf reagieren werden – erfahrene Produzenten mahnen jedenfalls, dass Investitionszwang allein noch keine Filmqualität garantiert.