Miteinander und mitten im Geschehen
Vier Tage volles Programm an Frankfurts Rand und Mittelpunkt: Mehr als 50 verschiedene Veranstaltungen – vom Hackathon bis zur musikalischen Lesung, von Kinonacht bis Stadtspaziergang. Dreh- und Angelpunkt: Der Kunstverein Familie Montez, ein Schmelztiegel aus Kunst, Diskurs und Kaffee.
Klar – bekannte Namen wie Christiane Benner (IG Metall) oder Tom Krebs (Uni Mannheim) fehlen nicht. Aber auch Köpfe abseits des Rampenlichts kommen zu Wort, zum Beispiel Aktive von FragdenStaat und Algorithm Watch oder Stimmen aus der Hochschule und hiesigen Initiativen.
Mehr zum Ablauf und zu den Gästen gibt's hier.
Von großen Fragen zu kleinen Lösungen
Wie wird aus Ideen gelebte Praxis? Vom Bürgerausweis für alle Frankfurter:innen über neue Ansätze für die Selbstübernahme von Unternehmen bis hin zum nachhaltigen Stadtumbau – überall ringen kleine Teams um konkrete und mutige Antworten. Die Auseinandersetzung verlässt den Theorieraum: Auf Fishbowls, in persönlichen Runden und offenen Diskussionen wird gemeinsam gerungen und gestritten. Die wichtigsten Ergebnisse werden gesammelt und am 18. Juni im Kunstverein öffentlich gemacht.
Wer Lust auf mehr als bloßes Zuhören hat, wird an den Abenden belohnt: Konzert, Outdoor-Kino, Lesungen. Besonders die Blockparty in Bornheim und die Abschlussparty in Kooperation mit Jazz Montez versprechen echtes Sommerfestival-Gefühl.
Anmeldung? Noch möglich, aber die Plätze schwinden. Einzelne Veranstaltungen sind separat besuchbar. Und: Niemand muss dabei arm werden – der Eintritt ist frei.
Über die Otto Brenner Stiftung
Die 1972 gegründete Wissenschaftsstiftung der IG Metall bleibt seit Jahrzehnten unbequem und neugierig. Ihr Ziel: Akzente setzen, diskutieren, neu denken und immer wieder den Fokus auf gesellschaftliche Teilhabe.
Mehr zum Festival gibt es online.
Kontakt für Fragen und Interviewwünsche: Geschäftsführer Can Gülcü. Telefon: 069-6693-2526, E-Mail: info(at)otto-brenner-stiftung.de. Weiteres auch auf den Social-Media-Kanälen der Stiftung.
Das MEHR Festival in Frankfurt setzt ein deutliches Zeichen für soziale Innovation, Mitbestimmung und wirtschaftsdemokratische Experimente. Initiiert von der Otto Brenner Stiftung soll die Veranstaltung explizit den Austausch zwischen Praxis, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fördern, indem sie offene Formate und interdisziplinäre Teams zusammenbringt. Besonders im Fokus stehen dabei Fragen wie die Selbstübernahme von Betrieben, die Demokratisierung digitaler Infrastrukturen und Wege zu einer solidarischen und inklusiven Stadt – Themen, die nicht nur in Deutschland, sondern europaweit aktuell hochrelevant sind. Recherchen zeigen, dass dieser Diskurs auch überregional Widerhall findet: So berichtet die Süddeutsche Zeitung über steigende Wohnungsknappheit und Initiativen zur Sozialraumgestaltung, der Spiegel analysiert die Herausforderungen der Digitalisierung in öffentlichen Gütern, und die FAZ beleuchtet die Rolle von Festivals und offenen Formaten für den politischen Diskurs in Städten. All diese Themen spiegeln sich in Ansatz und Programm des MEHR Festivals wider und machen deutlich, wie dringlich die Suche nach neuen Wegen gesellschaftlicher Gestaltung ist.