Mehrheit der Deutschen befürwortet Anhebung der Tabaksteuer

Laut einer aktuellen Umfrage spricht sich ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland dafür aus, die Tabakpreise zu erhöhen – auch, um die Gesundheitsfolgen des Rauchens einzudämmen.

heute 00:03 Uhr | 2 mal gelesen

Sieben von zehn Menschen in Deutschland stehen laut einer Befragung hinter der geplanten Erhöhung der Tabaksteuer. Nur etwa ein Viertel – konkreter: 27 Prozent – sagt klar Nein dazu. Nach Plänen der Regierung sollen Zigaretten schrittweise teurer werden, sodass eine Standardpackung ab 2027 gut neun Euro kosten dürfte – ein Plus von über einem Euro im Vergleich zum aktuellen Stand. 2030 könnte man sogar fast 12 Euro für eine Schachtel auf den Tresen legen müssen. Übrigens: Auch der Preis für Dreh-Tabak, E-Zigaretten-Liquids, Pfeifentabak, Zigarillos und Co. soll kräftig ansteigen. Die Regierung erhofft sich nicht allein mehr Geld im Staatssäckel – immerhin sind an die 800 Millionen Euro Mehr-Einnahmen pro Jahr drin –, sondern setzt auf Abschreckung. Insbesondere Jugendliche sollen ferngehalten und die teils steigende Zahl von Raucherinnen und Rauchern gebremst werden. Rauchen, das ist längst bekannt, steht weiterhin ganz vorne bei den vermeidbaren Todesursachen. Aus den Reihen der CDU/CSU und SPD kommt übrigens breite Zustimmung zu den geplanten Steuersteigerungen, wie auch von Grünen und Linken. Der Widerstand ist bei eingefleischten Raucherinnen und Rauchern sowie Anhänger*innen der AfD besonders groß. Forsa hat übrigens am 9. und 10. Juli 2026 insgesamt 1.005 Menschen dazu befragt – und das Ergebnis: Ein deutliches Ja zur teureren Zigarette.

Die gesellschaftliche Unterstützung für eine höhere Tabaksteuer ist laut einer aktuellen Forsa-Umfrage weiterhin groß: Rund 70 Prozent der Befragten sprechen sich für die Preissteigerungen aus. Die Politik verfolgt mehrere Ziele – neben den erwarteten Steuereinnahmen möchte man insbesondere gesundheitspräventiv arbeiten und die Zahl der Raucherinnen und Raucher, gerade bei Jugendlichen, senken. Interessanterweise ist die Zustimmung zu höheren Preisen parteiübergreifend hoch, wobei regelmäßige Raucherinnen und Raucher sowie Anhänger rechter Parteien überwiegend dagegen votieren. Laut jüngeren Meldungen wird die Diskussion hitziger, seitdem Berichte über eine wachsende Zahl junger Menschen mit Nikotinkonsum kursieren. Mehrere Zeitungen, darunter die FAZ und die Süddeutsche, berichten, dass die Tabakbranche heftigen Gegenwind aus der Politik erwartet – auch Debatten um Regulierung des Tabakmarketings und strengere Jugendschutzmaßnahmen nehmen Fahrt auf.

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