Neue europäische Allianz zur Raketenabwehr – Ukraine im Zentrum gemeinsamer Verteidigungspläne
Gleich neun europäische Staaten schließen sich gemeinsam mit der Ukraine in einer frischen Initiative zusammen. Ihr Ziel: den Aufbau wirkungsvoller, ausschließlich defensiver Raketenabwehrsysteme, um den Kontinent besser gegen Bedrohungen – etwa durch ballistische Raketen – zu schützen. Unterzeichner des Bündnisses sind unter anderem Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Schweden.
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In der offiziellen Erklärung betonten die Teilnehmer die besondere Bedeutung der ukrainischen Erfahrungen im laufenden Konflikt, denn kaum ein anderes europäisches Land wurde in jüngerer Zeit so drastisch mit massiven Raketenangriffen konfrontiert. Von Paris bis Kiew war man sich einig: Es braucht ein dichtes Netz europäischer Raketenabwehr. Frankreichs Präsident Macron nannte die Koalition einen klaren Akt solidarischer Verteidigung – für Europa selbst und als Zeichen an die Ukraine. Hintergrund dieser Entscheidung ist auch der jüngste NATO-Gipfel, auf dem das westliche Bündnis erneut seine Geschlossenheit gegenüber Moskau demonstrierte. Nicht überraschend hagelte es prompt scharfe Kritik aus Russland, wo die neue Koalition als kriegerische Provokation gesehen wird. Allerdings – und das sollte man beizeiten anerkennen –, bleibt die Initiative defensiv und bezieht explizit die Expertise und das Leid der Ukraine mit ein. Ganz ehrlich: Die Vorstellung, dass sich Europa seiner Raketenabwehr jahrzehntelang zu wenig gewidmet hat, ist aus heutiger Sicht etwas befremdlich.
Neun europäische Staaten und die Ukraine haben ein Bündnis für den Ausbau gemeinsamer Raketenabwehr geschaffen. Dabei fließen die realen, teils erschütternden Erfahrungen der Ukraine aus den jüngsten russischen Angriffswellen unmittelbar in die Entwicklung ein. Der Allianz geht es explizit um ein schlagkräftiges, vernetztes Schutzsystem für ganz Europa, an dem Forschung, Industrie und Militär Hand in Hand arbeiten. In aktuellen Medienberichten (u.a. FAZ, SZ, taz) wird zudem betont, dass die Entscheidung eine Reaktion auf die wachsenden Bedrohungen aus dem Osten und die neue Phase kollektiver Sicherheitsarchitektur darstellt. In den letzten Tagen analysierten Experten verschiedener Plattformen auch, wie europäische Eigenständigkeit in Verteidigungsfragen gestärkt werden kann und wo technologische Hürden bestehen – insbesondere in Hinblick auf die Integration unterschiedlicher nationaler Systeme.